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Durchs Wunderland des Martinsmarkts

Antik-Hof in Bissee Durchs Wunderland des Martinsmarkts

Draußen weht eine Melange aus den Düften von Burgern mit Wildkräutern, nach altem Rezept gebackenen Waffeln und heißen Maronen aus Italien. Drinnen führen Stiegen treppauf und treppab im Antik-Hof durchs Wunderland des Martinsmarkts in Bissee. Zum 35. Mal lud Veranstalterin Karin Russ ein.

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Der Martinsmarkt in Bissee lockte Besucher scharenweise an. 50 Aussteller boten an vier Tagen hochwertiges Kunsthandwerk an.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Bissee. „Meine drei Kinder sagen schon, Dein Leben lang hast Du den Martinsmarkt in Bissee begleitet“, plaudert Karin Russ und lacht. Es ist der hohe Anspruch, der an vier Tagen bis zu diesem Sonntag wieder Tausende nach Bissee zog. „Ich sehe meine Aufgabe darin, den Martinsmarkt auf dem Niveau zu halten.“ Industrieware oder Nachgearbeitetes kommt ihr nichts ins Haus, auf den Hof oder ins Zelt.

Karin Russ lädt viele Besucher persönlich ein. „8192 Karten habe ich geschrieben.“ Eine Karte bekam auch die junge Familie aus Rendsburg. „Für uns ist der Martinsmarkt der Einstieg in die Vorweihnachtszeit“, sagt der Vater.

Foto: Kostbare Kugeln für den Christbaum sorgten beim Martinsmarkt für vorweihnachtliche Stimmung.

Kostbare Kugeln für den Christbaum sorgten beim Martinsmarkt für vorweihnachtliche Stimmung.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Da sind die kunstvoll gefertigten Christbaumkugeln im Erdgeschoss. Rot, grün und transparent leuchten sie. Ringe und Halsketten hat ein paar Schritte weiter ein Verkäufer auf Baumrinde dekoriert. Nebenan knistert ein Holzofen, während sich Besucher durch die Gänge schieben. Treppauf geht es zu Heu- und Dachboden. Auch hier reihen sich die Stände. Designer und Künstler bieten ihre Waren an. Der Rundgang „soll kurzweilig sein“, sagt Karin Russ. Selbst aus Berlin, Frankfurt und Hamburg kommen Aussteller.

Foto: Der Martinsmarkt in Bissee lockte Besucher scharenweise an. 50 Aussteller boten an vier Tagen hochwertiges Kunsthandwerk an.

Der Martinsmarkt in Bissee lockte Besucher scharenweise an. 50 Aussteller boten an vier Tagen hochwertiges Kunsthandwerk an.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Oder aus Dänischenhagen wie der Schmied Frank Alexi. Goldlichter für die Wand bietet er an. Die Kerzen stecken vor einem mit Blattgold überzogenen konkav geformten Stahlblech. So verbreiten sie ein warmes Licht. 

Licht ist auch das Thema von Claude Wingenfelder ein paar Schritte weiter. Meeresleuchten nennt sie doppeldeutig ihre Lampen aus Strandgut. Scherben findet sie an der Ostsee, Hölzer an der Nordsee. „Die Atmosphäre ist einfach schön hier“, lobt die Frau aus Geltorf den Martinsmarkt: „Es ist mit der schönste Weihnachtsmarkt, den ich kenne.“

Foto: Scherben vom Ostseestrand und Holz von der Nordsee verwendet Claude Wingenfelder für ihre Lampen. Meeresleuchten nennt sie sie.

Scherben vom Ostseestrand und Holz von der Nordsee verwendet Claude Wingenfelder für ihre Lampen. Meeresleuchten nennt sie sie.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Als Adventsmarkt begann alles. Christine Hankel vom Bordesholmer Lindenmarkt suchte Ausstellungsmöglichkeiten für Kunsthandwerker. Zur Jahrtausendwende machte Karin Russ Pause, setzte sich von der Inflation der Weihnachtsmärkte ab und erfand den Martinsmarkt. „Es ist immer das Wochenende vor dem Volkstrauertag.“ Aussteller und Kunden blieben treu. „Vor fünf Jahren habe ich das erste Mal gemerkt, wie groß das ist, und für wie viele Menschen ich Verantwortung trage.“

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Bissee
Foto: Eichenparkett, Tresen und Fachwerk – dazu viel Licht. Anbieter und Besucher des Martinsmarkts finden in der Scheune eine ansprechende Atmosphäre.

Nicht ohne Stolz stehen Heimke Siemen-Thiesfeld und Sohn Lukas vor der restaurierten Hofscheune in Bissee. Mit dem schmucken neuen Veranstaltungszentrum beteiligt sich die Familie von Donnerstag bis Sonntag zum ersten Mal komplett am Bisseer Martinsmarkt.

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