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Protest gegen Erschließungsstraße

Protest gegen Erschließungsstraße

Ein neuer Streit entzweit Ottendorf. Anlass ist die Frage, über welche Straße das geplante Neubaugebiet zwischen Kanalweg und Am Dorfteich erschlossen werden soll. In beiden Wohnbereichen haben sich bereits Anwohnerinitiativen gebildet, die jeweils die Anbindung über ihre Straße vehement ablehnen. Der Bauausschuss traf am Montagabend noch keine Entscheidung – das Gremium setzt auf weitere Gespräche.

Ottendorf plant ein neues Wohnbaugebiet am Kanalweg.

Quelle: Torsten Müller

Ottendorf. Die Stühle reichten im Schulungsraum der Feuerwehr nicht aus. Dicht gedrängt verfolgten Anwohner die Planungsideen des Architekten Guntram Blank. Nach seiner Vorstellung könnten nun sogar bis zu 36 Häuser gebaut werden, acht davon südlich der Au. Bisher waren nur etwa 20 im Gespräch. Die Grundstücke für die Einfamilienhäuser sollen jeweils etwa 550 Quadratmeter groß sein. Als Erschließungsstraße schlägt Blank einen Ring vom Kanalweg, der verbreitert werden müsste, vor. Grundsätzlich wäre auch eine Anbindung über das benachbarte Wohngebiet Am Dorfteich möglich. Die Straße könnte verlängert werden. Der Planer hält diese Variante jedoch für weniger geeignet.

 Anders als in der Straße Am Dorfteich haben sich Anwohner des Kanalwegs bereits schriftlich an die Gemeinde gewandt und Front gegen diese Erschließungsvariante gemacht. „Wir sind schon genug mit Ernte- und Touristenverkehr belastet. Wenn die Lohnunternehmer mit 40-Tonnern fahren, wackeln die Wände. Wir lehnen eine weitere Belastung ab“, protestierte Jens-Peter Weber. Er vermisse bei der Planung eine alternative Erschließung über die Straße Am Dorfteich.

 „Niemand kann sagen, da soll keiner lang fahren“, entgegnete Ausschussvorsitzender Hans-Helmut Freund (SPD) und betonte: „Wir brauchen das Baugebiet, um die Erweiterungen des Kindergartens und der Feuerwehr zu bezahlen.“ Freund schien froh, dass der Ausschuss wegen des erst kurzfristig eingegangenen Planungsentwurfs noch keine Entscheidung treffen konnte. So haben die Fraktionen noch Zeit, sich intensiv mit den Argumenten der Anwohner auseinanderzusetzen.

 Nach Einschätzung von Guntram Blank könnte die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Bauleitplanung noch vor der Sommerpause erfolgen.

 Freund hielt diesen Zeitplan aber für „ambitioniert“. Denn es gibt zusätzlichen Diskussionsbedarf. Manfred Lucks (KWG) machte deutlich, dass ihm 36 Häuser zu viel seien. Er will größere Grundstücke.

Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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