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Lauter durch Lärmschutz?

Kronshagen Lauter durch Lärmschutz?

Wenn die Bahn kommt, dann wird es laut in Kronshagen. Der Geräuschpegel der durchfahrenden Züge habe zugenommen, beklagen Anwohner der Bahnhofstraße. Sie vermuten, dass die Lärmschutzwand auf der anderen Seite der Gleise den Schall der Züge reflektiert.

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Die Anwohner der Bahnhofstraße fordern Lärmschutzmaßnahmen gegen laute Züge.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. .

 In der Gemeindevertretung beantragten sie deshalb den Bau einer Lärmschutzwand an der Bahnhofsstraße. „Wir haben den Antrag im Bauausschuss geprüft und empfehlen, mit einer Entscheidung bis zum Abschluss des Wettbewerbs zur Ortskernplanung zu warten“, sagte Robert Schall (SPD). Da die Bahn im Vorfeld schon bekanntgegeben hätte, dass sie nicht in der Verantwortung stehe und deshalb auch nichts tun müsse, solle dieses nochmals überprüft werden. „Dass das Anliegen der Anlieger berechtigt ist, bestreitet hier niemand“, sagte Thomas Kahle (CDU), es sei aber vertretbar, die Zeit der Ortskernplanung noch abzuwarten. „Wir wollen ja nicht jetzt eine Lösung schaffen, die der Entwicklung des Ortskernes später entgegen steht.“ Es ginge ja auch nur um ein paar Wochen.

 „Wir werden bei der Bahn nochmals nachhaken“, kündigte Bürgermeister Uwe Meister an. Auch die Wirksamkeit der Maßnahme müsse geprüft werden. Er wies auch darauf hin, dass schon bei der Auftaktveranstaltung zur Ortskernplanung den Büros im Wettbewerb die Problematik mitgegeben wurde. Warte man diese Planungen ab, sei damit zu rechnen, dass eine Entscheidung bezüglich des Lärmschutzes frühestens im Frühjahr getroffen werden könnte – also eher in einigen Monaten statt in ein paar Wochen.

 Verwundert zeigte sich Wolfgang Weskamp (SPD) über die Maße des beantragten Lärmschutzes, der im Plan der Anlieger erst hinter dem Bahnhof beginnen soll. „Das Haus in der Bahnhofstraße 1, in der Asylbewerber leben, wird nicht geschützt und dient im Gegenteil scheinbar noch als Lärmschutzwand für die dahinter liegenden Gebäude“, sagte er. Das finde er seltsam.

 Einstimmig beschloss die Gemeindevertretung zunächst die Vorschläge der sechs Büros, die sich an der Ortskernplanung beteiligen, abzuwarten. Erst danach soll der Antrag der Anlieger erneut behandelt werden.

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