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Anwohner müssen für den Regen zahlen

Bordesholm Anwohner müssen für den Regen zahlen

Erst Abwasser und jetzt Niederschlagswasser: Nachdem sich die Eigentümer in der Finnenhaussiedlung in Bordesholm in den vergangenen Jahren in puncto Abwasser mit Dichtigkeitsprüfungen und Übergabeschächten befassen mussten, wird für etliche nun auch der Regen ein Thema.

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In der Finnenhaussiedlung, hier der Grotenkamp, soll die Regenwasserkanalisation saniert werden.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Die Gemeinde will in vier Abschnitten die Kanalisation für das Niederschlagswasser im Wasserschutzgebiet in Teilbereichen sanieren lassen. Die Kernaussage: Grundstücke, die zukünftig weiter ins öffentliche System einleiten, müssen einen Kontrollschacht haben. Kosten von jeweils 2000 Euro kommen auf die Eigentümer zu. Die betroffenen Anlieger werden 2016 von der Kommune angeschrieben und informiert, welche Möglichkeiten sie haben.

 2016 soll mit dem ersten Sanierungsabschnitt begonnen werden. 150000 Euro wird die Sanierung des Hauptkanals mit Schlauchliner nach Berechnungen des Ingenieurbüros kosten. Nach Angaben des Amtes sei bei der Kanalfilmung auch festgestellt worden, dass viele Anschlüsse zu den Grundstücken defekt seien. Insbesondere im Finnenredder seien 37 Schäden registriert worden, die zu einem kompletten Zusammenbruch der Leitung führen könnten. Das planende Wasser- und Verkehrskontor rät daher, auch diese Anschlüsse mit Schlauchlinern zu sanieren. Für dieses Verfahren sei aber ein Schacht erforderlich, über den keines der Grundstücke in der Finnenhaussiedlung verfügt.

 Pro Schacht rechnet die Gemeinde mit Kosten von 6000 Euro, wovon rund 4000 Euro auf Erdarbeiten entfielen. Diese würden auch entstehen, wenn das sogenannte Kopfloch (als Zugang) auf dem Gehweg angelegt würde. Die Grundstückseigentümer will die Gemeinde daran mit 2000 Euro beteiligen. Dieses Angebot soll nur während der Sanierung gelten. Sollte sich ein Eigentümer irgendwann in der Zukunft zum Anschluss ans öffentliche Netz entschließen, muss er die vollen Kosten des Anschlusses tragen.

 Bürgermeister Helmut Tiede betonte, dass in der Finnenhaussiedlung insbesondere Wurzeln ein Problem seien. Er rechnet nicht mit Protesten, weil die Eigentümer im Vergleich zur Abwasserdebatte diesmal eine Alternative hätten. Wer nicht ins öffentliche Netz einleitet, braucht keinen Kontrollschacht. „Er muss aber einen Antrag beim Amt stellen und nachweisen, wie sein Niederschlagswasser entsorgt wird.“ Aus seiner Sicht sei aber der Anschluss das unproblematischste. „Man sollte bedenken, dass Starkregen wohl immer häufiger kommt.“

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