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Sörener blicken in die Zukunft

Start für Arbeitsgruppe Sörener blicken in die Zukunft

Sören. „Wir sollten machen, was möglich ist, um die Zukunft unseres Dorfes zu sichern“, forderte Sörens Gemeindevertreterin Annette Jacks auf einem Treffen, zu dem zwölf von 198 Einwohnern gekommen waren. „Wie wollen wir im Jahr 2030 in Sören leben?“, lautet die Frage, auf die eine Arbeitsgruppe jetzt Antworten sucht.

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Annette Jacks ist die Initiatorin des Projekts „Sören 2030“, hier mit den bei der Versammlung zusammengetragenen Ideen und Wünschen.

Quelle: Frank Scheer

Sören. Sören ist die erste Gemeinde im Amt Bordesholm, die sich offensiv unter demographischen Gesichtspunkten mit der Landflucht befasst. Der Ort selbst ist davon aber noch nicht betroffen. Laut einer Statistik des Amtes stieg die Einwohnerzahl seit 2003 von 179 bis auf 205 (2006) an, und ging seitdem auf knapp unter 200 zurück. Aber auch im Ort sei nach Meinung von Annette Jacks natürlich der Strukturwandel in der Landwirtschaft und der fehlende öffentliche Personennahverkehr zu spüren.

 Innovativ sei das Dorf schon immer gewesen: Belüftungssystem für die Klärteiche, erster Ort mit dem „schnellsten Internet Deutschlands“ oder Umwidmung von Bauernhöfen für die Wohnnutzung und Neubaugebiete nannte Jacks. Man müsse sich aber auch klarmachen, dass Sören keine Gastwirtschaft und auch nicht die Masse für einen „Markttreff“ habe, betonte die Tierärztin.

 Beispiele aus anderen Ländern, unter anderem Norwegen, und Ämtern in Deutschland zeigten, dass es sich lohne, den ländlichen Raum zu stärken. Vor allem sei es wichtig, den Wegzug älterer Bürger in die Stadt zu stoppen. „Bürger- und Fahrbörsen“ im Internet seien nichts Neues – man müsse es nur machen. Oder Nachbarschaftshilfe: Der eine geht für den anderen mit einkaufen, dafür macht der andere den Garten. „Das wichtigste ist aber, dass man den Bürger bei allen Dingen mitnehmen muss“, findet Annette Jacks. Sie erinnerte daran, dass das Dorffest im Sommer mangels Beteiligung abgesagt wurde. Das sei bedauerlich gewesen, weil so etwas den Zusammenhalt festige.

 Bürgermeister Manfred Christiansen betonte, dass das weitere Vorgehen am 7. Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt werden solle. Bei der Debatte über den demographischen Wandel müsse aber auch der Flüchtlingsaspekt mit berücksichtigt werden. Der Ort selbst macht ihn nicht bange. „In Sören ist die Mischung aus Arbeiten und Wohnen gut, Straßen seien in einem guten Zustand, und die Finanzen sind in Ordnung. Wir sind überlebensfähig.“ Damit erteilte er Bestrebungen der Landesregierung, zukünftig kleinere Orte zusammenlegen zu wollen, eine Absage.

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