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Bogenschießen erfordert Übung

Steinzeit in der Arche Warder Bogenschießen erfordert Übung

Der Tierpark Arche Warder hatte am Sonntag wieder zum Ausflug in die Steinzeit eingeladen. Besucher konnten ihre Überlebensfähigkeiten beim Bogenschießen oder beim Getreide mahlen unter Beweis stellen. Hilfestellung gab es von Experten aus dem Steinzeitpark Dithmarschen.

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Jürgen Rüger zeigt Bintia den Umgang mit dem Bogen.

Quelle: Malte Kühl

Warder. „Hab ich getroffen?“, fragt die fünfjährige Bintia aus Kiel aufgeregt. Der Pfeil, den sie gerade verschossen hat, ist nicht in der Zielscheibe steckengeblieben. Er glaube schon, sagt Jürgen Rüger. Bei dem Steinzeitexperten aus dem Steinzeitpark Dithmarschen bekommt das junge Mädchen gerade Unterricht im Jagen. Es sei gar nicht so einfach, mit dem Bogen zu schießen, stellt Bintia fest.

 Zweimal im Jahr veranstaltet die Arche Warder die Zeitreise in vergangene Jahrtausende. Schon in der Jungsteinzeit seien Nutztiere domestiziert worden, erläutert Ina Ziegler von der Arche Warder. Die Menschen, die das machten, hatten einen entscheidenen Überlebensvorteil. Andere Sippen guckten sich die Tiernutzung dann von ihnen ab.

 Im hinteren Teil der Arche gibt es seit einigen Jahren eine kleine Steinzeitsiedlung. Die Gebäude seien nach Vorbildern aus der Trichterbecherkultur gebaut, sagt Ina Ziegler. So seien auch die Häuser komplett ohne Metall errichtet, lediglich Holz, Lehm und Dung seien als Baumaterial verwendet worden.

 Um einen besseren Einblick in die alte Kultur zu gewinnen, können Besucher auch aus Schafwolle Fäden spinnen und aus Getreidekörnern Mehl für das eigene Stockbrot mahlen. Benutzt werden allerdings nur nachgebaute Werkzeuge aus Stein, Holz oder Knochen.

 Wie das geht, zeigt Klaus Timm den Gästen. Mit geschickten Schlägen trennt er scharfkantige Stücke aus einem Flintstein. „Das ist ein sogenannter Klingenkern“, erläutert der Experte, der seit 14 Jahren auch im Steinzeitpark in Albersdorf tätig ist. Aus einem Stein versucht er möglichst viele Steinklingen zu schlagen. Fasziniert schauen die Besucher zu.

 Seine Spezialität sei allerdings das Bogenschießen, erzählt Klaus Timm. Fast alle der präsentierten Bögen habe er ohne Maschinen selbst gebaut. Vor 40 Jahren habe er damit als Hobby angefangen. Auch das Schießen sei eine Herausforderung. Geschossen wird ohne Visier. Der Schütze konzentriere sich dabei auf den Punkt, auf den er schießen wolle. Das erfordere Übung, meint der Experte. Kein Wunder, dass viele der Pfeile der Besucher ihr Ziel beim ersten Schuss verfehlen.

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