20 ° / 17 ° Regen

Navigation:
Auf Blaualgen folgt ein Badeverbot

Die Wärme macht's Auf Blaualgen folgt ein Badeverbot

Die Wasserqualität der Badestellen im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist sehr gut. Das Gesundheitsamt hat noch keine Überschreitung der Grenzwerte festgestellt. Aber durch die Wärme der letzten Tage vermehren sich an vielen Binnenseen Cyanobakterien – besser bekannt als Blaualgen. Es drohen Badeverbote.

Voriger Artikel
Autor für die Chronik gesucht
Nächster Artikel
Jugendspiele mit 500 Gästen aus Europa

Durch das verstärke Auftreten von Blaualgen ist das Wasser auch bei geringer Tiefe schon deutlich getrübt.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Im See seien Blaualgen sowieso, sagt Kurt Ulrich, Pächter des Campingplatzes Bum am Borgdorfer See in Borgdorf-Seedorf. Je nachdem wie der Wind stehe, seien die verschiedenen Badestellen des Binnensees davon betroffen. An der Badestelle am Campingplatz sind grüne Schlieren im Wasser zu erkennen. Normalerweise kann man laut Ulrich bei 60 Zentimetern Wassertiefe noch den Grund erkennen. Nun ist schon nach wenigen Zentimetern Schluss. Zu trübe ist das grünliche Wasser. Erwachsene seien nicht so anfällig für die Bakterien, aber besonders kleine Kinder sollten in dem Wasser nicht baden. In ein paar Stunden sei die grünliche Färbung erfahrungsgemäß wieder verschwunden, sagt Kurt Ulrich.

 Das bestätigt auch Wolfgang Tismer vom Kreis-Gesundheitsamt. Die Behörde untersucht in regelmäßigen Abständen alle 75 Badestellen im Kreisgebiet. „Getestet wird auf zwei Indikatoren. Zum einen auf Escherichia Coli, zum anderen auf Intestinale Enterokokken“, erläutert Tismer. Seit dem ersten Juni überprüfen die Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes die Badestellen. Bis zum 15. September müssen jeweils fünf Prüfungen erfolgt sein, wobei zwischen keiner Prüfung mehr als ein Monat Zeit vergangen sein darf. Die Ergebnisse seien in diesem Jahr durchweg zufriedenstellend. „Wir haben bisher keine einzige Überschreitung der Grenzwerte“, sagt Tismer. Die Werte seien ein Indikator auf Verunreinigungen durch die Fäkalien von Warmblütern. Werde ein Grenzwert überschritten, wird die Badestelle sofort gesperrt und eine Zweitprobe veranlasst. Auf der Internetseite des Kreises werden die aktuellsten Ergebnisse sofort hochgeladen. Gerade beginnt eine neue Testrunde.

 Auch das Problem mit den Blaualgen ist Wolfgang Tismer bekannt. Die Betreiber der Badestellen seien angehalten, Sichtproben durchzuführen und dementsprechend ein Badeverbot zu verhängen.

 Thomas Schunack bestätigt diese Beobachtung. Er ist Betreiber der Seeterrassen in Bordesholm sowie seit diesem Jahr Pächter der Badestelle des TuS Nortorf am Borgdorfer See. „In Binnenseen sind die ganz normal. Im Bordesholmer See waren sie vor einigen Tagen und sind gerade wieder weg“, meint Schunack. Auch in Borgdorf wurden sie am Sonntag durch den Wind in die Bucht der Badestelle gedrückt. Kurz darauf hatte sich der Teppich aber wieder aufgelöst.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3