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Oldtimer-Fans und die Liebe zum Details

Rendsburg Oldtimer-Fans und die Liebe zum Details

Alte Autos und Motorräder, jede Menge Idealismus, eine Fundgrube für Ersatzteilsucher und eine Augenweide für Oldtimerfans, so lässt sich das traditionelle Oldtimertreffen auf dem Messegelände in Rendsburg wohl am treffendsten beschreiben.

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Das ist Liebe auf den ersten Blick: Annette Schierenbach trägt ihren Mercedes 190 SL sogar auf dem Brillengestell. Ihr Mann Peter und sie haben sich mit dem schnittigen Cabrio einen Traum erfüllt.

Quelle: Sven Janssen

Rendsburg. Seit 1994 organisieren Erwin Schröder und Monika Schlüter das Event mit mehr als 500 Fahrzeugen und Tausenden Besuchern.

 „Das war nicht immer so“, erinnert sich Schröder, der 1994 mit 20 Fahrzeugen gestartet ist. Der Oldtimerfan hatte gestern sein eigenes Schätzchen dabei. Einen Mercedes 300 SEL 6,3 Liter von 1968. „Das war damals die schnellste Serienlimousine der Welt“, erzählt der 60-Jährige. Eine Spitzengeschwindigkeit von 220 km/h und eine Beschleunigung von Null auf 100 in 6,9 Sekunden können sich heute noch sehen lassen.

 Auch die Rentner Annette und Peter Schierenbach aus Büdelsdorf haben sich mit ihrem Mercedes 190 SL von 1956 einen Traum erfüllt. „Zum Restaurieren habe ich keine Zeit, ich will den Wagen fahren“, sagt Peter Schierenbach. Gut 6000 Kilometer seien sie mit dem Cabrio im Sommer unterwegs. „Der hat uns schon sicher über die Alpen gebracht.“ Das sei Fahrspaß pur. Wie groß die Liebe zum Auto ist, zeigt ein Blick auf die Brille der Besitzerin. Das Gestell ziert ein Foto des Klassikers.

 Aber nicht nur Sportwagen ziehen die Blicke auf sich. „Bei diesem Fahrzeug ist man wirklich Kraftfahrer“, erzählt Rainer Wagner, der gemeinsam mit Thomas Müller die 81 Jahre alte Kraftfahrtspritze der Stadt Rendsburg restauriert hat. Da braucht es noch Kraft, um zu lenken, zu kuppeln und zu bremsen.“ Zehn Jahre investierten die beiden Feuerwehrleute, um das Fahrzeug wieder fit zu bekommen. „Teile haben wir in ganz Deutschland gesucht. Was wir nicht bekommen haben, das haben wir selbst angefertigt“, sagt der Maschinenschlosser. Ziel war, so nah wie möglich an das Original zu kommen. Heute funktioniert sogar die 22 Meter hohe Drehleiter wieder, und der 65-PS-Motor läuft wieder auf vier statt nur auf drei Zylindern.sen

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