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Ausgleich für Windkraft nun doch in der Gemeinde

Quarnbek Ausgleich für Windkraft nun doch in der Gemeinde

Die politische Flaute ist vorbei, jetzt weht es in Quarnbek in Sachen Windkraft wieder. Der umstrittene Grünausgleich für den geplanten Bau der drei Anlagen soll nun doch zum großen Teil innerhalb der Gemeinde erfolgen. Sowohl der Umwelt- als auch der Bauausschuss sprachen sich jeweils mehrheitlich für die Burwiese mit dem angrenzenden Wald aus.

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Ausgleichsfläche am Achterwehrer Schifffahrtskanal: Mitglieder des Quarnbeker Umwelt- und des Bauausschusses nahmen bei einem Ortstermin die Burwiese in Augenschein.

Quelle: TM

Quarnbek. Die 13 Hektar große Fläche liegt am Achterwehrer Schifffahrtskanal. Am kommenden Montag entscheidet die Gemeindevertretung über die Bauleitplanung für die Windnutzungsfläche.

 Kommunalpolitik mit Safari-Charakter: Auf der Ladefläche eines Pickups versammelten sich am Mittwoch Ausschussmitglieder, um ins Quarnbeker Outback zu gelangen. Statt Großwild waren am Horizont die Bovenauer Windräder und ein kreisender Seeadler zu sehen. Beim Abspringen vom Wagen wurde spürbar: Das Grünland im Kreuzungsbereich von Melsdorfer Au und Burwiesengraben federt leicht. Hier befand sich einst ein Moor. Bachnelkenwurz, Wiesenschaumkraut und Hahnenfuß fühlen sich offenbar auf den etwas feuchten, nährstoffreichen Boden wohl.

 Noch unterliegt der Teil der künftigen Ausgleichsfläche dem Vertragsnaturschutz. Die Landgesellschaft Schleswig-Holstein hat eine Entlassung in Aussicht gestellt. „Es wäre gut, wenn man die Wiese wieder vernässen würde“, erläuterte Patrick Neumann von der Gesellschaft für Freilandökologie und Naturschutzplanung. Das Moor käme dadurch zwar nicht zurück, aber die ökologische Qualität könnte aufgewertet werden. Für die Vernässung wäre aber ein Eingriff erforderlich: entweder müsste der Burwiesengraben aufgestaut oder die Entwässerung der Wiese eingedämmt werden.

 Für Ersteres wäre allerdings die Zustimmung des Wasser- und Bodenverbandes sowie der Flächenanrainer erforderlich. Die beiden Ausschüsse entschieden sich für die Variante B. Um die Entwässerung zu stoppen, soll der Windkraftplaner, die Firma Denker & Wulf, auf eigene Kosten parallel zum Graben eine Sperrwand aus verdichtetem Material in den Boden einbringen. Auch bei den Waldflächen ist ein Eingriff erforderlich: die Nadelhölzer sollen entfernt und neue Eichen gepflanzt werden. Der ursprüngliche Erlenbruchwald lässt sich nach Angaben von Patrick Neumann nicht wiederherstellen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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