21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Bemühungen um stationäres Hospiz

Gettorf Bemühungen um stationäres Hospiz

Sie lesen vor, hören zu und geben praktische Hilfestellung im Alltag: Ehrenamtliche Kräfte des Ende 2012 gegründeten Hospizvereins Dänischer Wohld begleiten schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige bei den Betroffenen zu Hause und in Pflegeheimen. Jetzt wird die Errichtung eines stationären Hospizes angestrebt.

Voriger Artikel
Neue Slipanlage für die Angler
Nächster Artikel
Neue Rotoren bringen doppelt so viel Strom

Das Büro des Hospizvereins Dänischer Wohld in Gettorf: Nach Einschätzung der Vorsitzenden Friederike Boissevain wäre eine stationäre Einrichtung eine ideale Ergänzung zum ambulanten Dienst, der 28 Hospizbegleiter zählt.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. „Es wäre eine ideale Ergänzung für unsere ambulante Arbeit“, sagt Vorsitzende Friederike Boissevain, die wegen der Idee mit Kommunalpolitik und Verwaltung in Kontakt steht. Der Gettorfer Sozialausschuss befasst sich am Montag, 20. April, 18 Uhr, im Amtsgebäude, Karl-Kolbe-Platz 1, mit dem Thema. Eingeladen ist Gitta Trauernicht, ehemalige schleswig-holsteinische Sozialministerin, die den Hospizverein unterstützt.

In der Sitzung liegt ein Antrag der SPD-Fraktion vor, die „einleitende Schritte zur Errichtung eines Hospizes im Wohld und Umgegend“ befürwortet. Er zielt darauf ab, eine stationäre Versorgung nachhaltig zu thematisieren. Nach Vorstellung des Ausschussvorsitzenden Gerhard Witte (SPD), der den Antrag formulierte, wird eine Willensbekundung zur Errichtung eines Hospizes in einer angestrebten Planungsgröße von zehn Betten beschlossen. Es gehe nicht um eine parteipolitische, sondern um eine kommunalpolitische Entscheidung. Im nächsten Schritt solle das Projekt daher in der Gemeindevertretung auf den Tisch kommen, danach im Amtsausschuss.

„Die meisten Menschen möchten zu Hause sterben“, erklärt Friederike Boissevain. Doch trotz verbesserter ambulanter und pflegerischer Strukturen sowie Hospizbegleiter sei ein Verbleib in den eigenen vier Wänden nicht in jedem Fall möglich. „Wenn man alleinstehend ist, der Partner ebenfalls nicht ganz gesund ist oder die Erkrankung gerade nachts Aufmerksamkeit erfordert“, erläutert die Ärztin. Ein stationäres Hospiz könne zwar nicht das eigene Heim ersetzen, aber einen würdigen Rahmen schaffen, in dem der Betroffene und seine Angehörigen medizinisch, pflegerisch und psychosozial umfassend betreut werden – von einer erfahrenen Schwesternschaft und mit der Unterstützung ehrenamtlicher Kräfte. Einzugsgebiet: das nördliche Kiel bis Eckernförde.

„Wir prüfen derzeit mehrere Möglichkeiten der Finanzierung“, sagt Friederike Boissevain über das ehrgeizige Projekt. Ebenso werde nach einem Gebäude gesucht. Vom SPD-Antrag erhofft sie sich eine Signalwirkung. „Es ist ein Vorhaben mit vielen Schritten, und wir stehen noch am Anfang“, so die 52-Jährige aus Neudorf-Bornstein.

Was steht in der Sitzung noch auf der Tagesordnung? Es gibt Berichte der Bücherei und des Jugendbeirates sowie Ergebnisse der Arbeitskreise Kindertagesstätten und Spielplätze. Zudem befasst sich der Ausschuss mit einer Änderung der Honorar- und Entgeltordnung für die Volkshochschule.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

Anzeige