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Überraschend bunte Nachtfalter

Flintbek Überraschend bunte Nachtfalter

Geht Detlef Kolligs auf Schmetterlingsfang, hat er die Kamera dabei. Mit einer überraschend farbigen Nachtfalter-Ausstellung rückt der Biologe die Nachtinsekten ins rechte Licht. Die Schau ist ab Montag, 1. Februar, vier Wochen lang im LLUR in Flintbek, Hamburger Chaussee 25, zu sehen.

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Mit den Farben der Nachtfalter wirbt Biologe Detlef Kolligs, um sich für den Schutz bedrohter Arten stark zu machen.

Quelle: Beate König

Flintbek. „Das Land hat eine internationale Verantwortung für den Erhalt seltener Arten,“ sagt Kolligs, der bei der Stiftung Naturschutz und als freiberuflicher Biologe arbeitet. Zwei Bücher über Tagfalter hat Kolligs bereits veröffentlicht. Für die Bebilderung ging er in deren natürlichen Lebensraum auf Fotosafari.

 Um dagegen den Nachtschwärmern mit einem 100-Millimeter Makro-Objektiv bis auf die einzelne Flügelschuppe nahe zu kommen, brauchte der Hobby-Fotograf und promovierte Wissenschaftler, der seine Leidenschaft für Schmetterlinge im Kindesalter entdeckte, eine neue Technik. Mit einem Lichtfang aus Gaze lockt er die im Dunkeln nur sehr schwer auszumachenden Insekten nachts im Freien an. In Behältern im Kühlschrank überstehen die wechselwarmen Tiere die Nacht kühl, aber unbeschadet. Morgens setzt Kolligs seine Fotomodelle dann im Garten auf Zweige oder Blätter und fotografiert sie vom Stativ aus, während sie ihre Flügel entfalten. Bei leicht bedecktem Himmel leuchten die Farben der Flügel, Fühler, Beine, Haare, die Borsten und die Haut von Raupen besser als bei jedem Studio-Licht. Von 40 bis 50 Aufnahmen entsprechen vier oder fünf Kolligs Anforderungen. Geschätzt 10000 Fotos umfasst seine Sammlung. Einige Falter stammen aus seiner eigenen Zucht mit gefundenen Raupen.

 Wie mit der Lupe vergrößert zeigen die 40 Bilder in den Formaten 60 mal 80 und 30 mal 40 Zentimeter faszinierende Details der Tiere, die tatsächlich nur zwischen einem und 20 Zentimeter groß sind.

 Finanziert wurde der Foto-druck über die Stiftung Natur im Norden, das LLUR stellt die nötigen Bilderrahmen. Bei der Eröffnung der Schau steht Detlef Kolligs mit umfangreichem Fachwissen über das Leben der Nachtschönheiten parat.

 Die Ausstellung „Heimische Nachtfalter – graue Motten oder unbekannte Schönheiten?“ wird am 1. Februar, um 11 Uhr im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Hamburger Chaussee 25 eröffnet; zu sehen ist sie bis zum 29. Februar, Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr

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