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Alte Gaststätten im Bild

Bordesholm Alte Gaststätten im Bild

Alte Fotos stehen heutigen Ansichten gegenüber und zeigen, wie sich Bordesholms Gaststättenlandschaft zwischen 1950 und 2000 verändert hat. Um 17 Uhr wird an diesem Donnerstag die Ausstellung „Gast-Stätten im Wandel: Bordesholm 1950 bis 2000“ im Heimatmuseum auf der Klosterinsel in Bordesholm eröffnet.

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Sehr informativ: Nils Lange hat zusammen mit Inge Stubinsky den Gaststätten-Vergleich von damals und heute zusammengetragen.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Beim Aufbau der neuen Ausstellung „Gast-Stätten im Wandel: Bordesholm 1950 bis 2000“ hält Ute Kulm, ehemalige Leiterin der AG Heimatsammlung, beim Blick auf das Foto vom Seekrug für einen Moment inne. „Als der in den 1950er Jahren noch Seeterrassen hieß, startete dort in der Heintzestraße immer das Inselschwimmen, an dem ich teilgenommen habe“, erzählt sie.

 Genau das will die Ausstellung, die heute um 17 Uhr im Heimatmuseum auf der Klosterinsel im Rahmen des Kultour-Sommers eröffnet wird: „Gefühle und Erinnerungen wecken. Den Aha-Effekt auslösen“, erzählt Nils Lange, der mit Inge Stubinsky die vielen Fotos und Dokumente zusammengestellt hat. Auf einem Stadtplan sind zum Beispiel 31 Häuschen drapiert: Rote Gebäude stehen für Hotels und Gastwirtschaften, die es einmal gegeben hat. Und Fakt ist, dass von der großen Kneipenlandschaft in dem halben Jahrhundert von 1950 bis 2000 nach 24 Schließungen nicht mehr viel übrig geblieben ist. „Wer von den jüngeren Einwohnern kennt schon noch Zum Wildhof, die Bahnhofswirtschaft am Übergang, die Wald-Klause, das Tanz-Casino Seekrug und die vielen anderen?“, fragt Lange. Neun grüne Häuser steht für noch existierende Gaststätten im weitesten Sinne: Eisdielen sind nämlich auch mit aufgenommen.

 Die Initiatoren stellen außerdem alte Fotos der Gaststätten den heutigen Ansichten gegenüber. Deutlich wird: Während sich das Hotel Carstens im Laufe der Zeit auch optisch deutlich gewandelt hat, sind andere ganz von der Bildfläche verschwunden oder Wohnhäusern gewichen. Der Traditionsgaststätte Zur Linde, in der sich viele Vereine und Verbände trafen, haben Lange und Stubinsky eine ganze Vitrine gewidmet. Veranstaltungsplakate aus der Zeit von 1963 bis 1965 spiegeln auch den damaligen Zeitgeist wider: Tanz, Heiratsmarkt und Kostümfeste wie „Karneval im Negerkral“. Ein alter Geldspielautomat, ein Flipper und eine Musikbox sowie Werbeschilder und Biergläser runden den Einblick in den Gaststätten-Historie ab.

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