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Polizei rüstet sich für „Car-Freitag“

Auto-Tuner-Treffen Rendsburg Polizei rüstet sich für „Car-Freitag“

Beim anstehenden Großtreffen der Tuner- und Autoschrauber-Szene am Eiderpark in Rendsburg am Sonntag geht es nicht immer legal zu. Die Polizei wappnet sich bereits jetzt für den "Car-Freitag" und holt sich dabei fachkundige Hilfe zur Seite. Oft sind die aufgemotzten Fahrzeuge nicht von Sachverständigen abgenommen.

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Die Beamten des Polizei Bezirksreviers Rendsburg kontrollieren das getunte Auto eines Fahrers.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Polierter Chrom, brüllende Motoren und jede Menge Pferdestärken: Am Sonntag trifft sich die Tuner-Szene am Rendsburger Eiderpark zum Saisonbeginn. Aber nicht nur die Autoschrauber bereiten sich auf dieses Event vor. Auch die Polizei ist jedes Jahr mit einem Großaufgebot dabei, denn nicht jede bauliche Veränderung am aufgemotzten Wagen ist zugelassen.

 „Wir erwarten rund 2500 Besucher und etwa 1000 getunte Fahrzeuge aus ganz Norddeutschland und Dänemark“, sagt Polizeipressesprecher Sönke Hinrichs. Gewöhnlicherweise finde der „Car-Freitag“ am Freitag vor Ostern statt, erläutert Hinrichs, da viele Saisonkennzeichen aber erst ab April gelten, sei das Treffen auf den 3. April verschoben worden.

 Für die Beamten des Polizeibezirksreviers in Rendsburg bedeutet der „Car-Freitag“ einen Großeinsatz. „Die Saisoneröffnung ist das größte Treffen seiner Art“, sagt der Leiter des Bezirksreviers Rainer Tschirne. Rund 50 Experten der Polizei, die sich in der Tuning-Szene auskennen und speziell geschult sind, unterstützen die Rendsburger Beamten bei ihrer Arbeit. Neben den Fahrzeugkontrollen sind auch Geschwindigkeitsmessungen an der Tagesordnung. „Wir kontrollieren das Umfeld des Treffens sowie alle Anfahrtswege“, sagt Tschirne.

 „Viele Tuner wollen ihren Wagen mal ausfahren und zeigen, was das Auto kann“, weiß Julian Bercht, Polizeikommissar in der Verkehrsüberwachung. Auf öffentlichen Straßen ist das allerdings zu gefährlich. Mit stationären Geschwindigkeitsmessungen und Videowagen versuchen die Beamten, die Temposünder zu stoppen. Im letzten Jahr wurde dabei ein Autofahrer von einem Videowagen mit rund 240 Stundenkilometern auf der A210 gemessen, erlaubt sind auf der Strecke allerdings nur 120.

 Auch Umbauten an den Fahrzeugen können eine Gefährdungen darstellen. Teilweise hätten die aufgemotzten Autos über 500 Pferdestärken, erläutert Bercht. Diese seien oftmals nicht von Sachverständigen abgenommen. „Die Karosserie ist für solche Motoren manchmal gar nicht ausgelegt“, so der Kommissar. Auch würden Materialien verbaut werden, die nicht zugelassen seien. Es könne vorkommen, dass die Sachverständigen ein Auto komplett stilllegen. „Im letzten Jahr gab es bei 400 kontrollierten Fahrzeugen rund 200 Beanstandungen“, sagt Julian Bercht. Zwischen zehn und 20 Autos mussten aus dem Verkehr gezogen werden.

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