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Drei Kilometer neue Straße am Tag

Autobahn 210 Drei Kilometer neue Straße am Tag

Die Autobahn 210 zwischen Melsdorf und Achterwehr wird saniert. Während sich auf der einen Seite der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbei schlängelt, entstehen auf der andere fünf Meter neuer Asphalt pro Minute. Am 28. August soll die Straße wieder frei gegeben werden.

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Walzen sorgen auf der Baustelle der Autobahn 210 zwischen Melsdorf und Achterwehr für die richtige Dichte der neuen Straßendecke.

Quelle: Sven Janssen

Melsdorf/Achterwehr. Sieben Asphaltwalzen rollen hin und her, um die neue Fahrbahn zu verdichten. Der Boden vibriert und der Geruch des 160 Grad heißen Asphalts schwängert die Luft. Gut 50 Mann arbeiten auf der Baustelle, bringen mit dem riesigen Fertiger – dem größten, der in Deutschland gebaut wurde – pro Minute fünf Meter neue Deckschicht auf die Straße. Drei Kilometer wollen sie an diesem Tag schaffen. Das Ungetüm, das von zwei Arbeitern gelenkt wird, schiebt einen Lkw im Leerlauf vor sich her. Langsam kippt der seinen Asphalt in die schlundähnliche Öffnung.

 960 voll beladene Lkw braucht es für die 7,1 Kilometer lange Straße. „24000 Tonnen Asphalt verbauen wir hier“, sagt Gruppenleiter Holger Oldach von der Firma Strabag. „Rollt die Maschinerie, dann sollte man sie nicht stoppen. Am besten wird die Straße, wenn in einem Rutsch durchgearbeitet werden kann.“ Die Planung des Ganzen sei die wichtigste Arbeit. Logistisch sei das ein enormer Aufwand, so Oldach.

Hier finden Sie Fotos von den Asphaltierungsarbeiten auf der A210.

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 Zwischen Melsdorf und Achterwehr werden die neun Zentimeter dicke Binderschicht und die Deckschicht erneuert. „Bevor der Asphalt auf die Straße kommt, muss ein Kleber aufgebracht werden. Das erledigen wir nachts. Die Flüssigkeit reagiert mit Sauerstoff und sorgt dafür, dass die einzelnen Schichten halten.“ Die gut zehn Tonnen schweren Walzen verdichten die schwarze Masse – erst ohne, dann mit Rollsplitt, um die Oberfläche anzurauen. „Auch das muss passieren, solange der Asphalt noch warm ist.“

 Messtechniker Christian Schacknat ist der wichtigste Mann, wenn sich der Fertiger in Bewegung setzt. Er misst mit einem Spezialgerät Temperatur, Dicke und Dichte der Schicht und sorgt dafür, dass der Fertiger optimal eingestellt ist. Nur zu diesem Zeitpunkt sind Korrekturen möglich. Ist der Asphalt erst einmal auf der Straße, kann man nichts mehr ändern. Eine Qualitätskontrolle gibt es trotzdem. Kleine Plättchen, die in die Fahrbahn mit eingearbeitet wurden, machen es möglich, dass die Dicke auch nach der Fertigstellung noch kontrolliert werden kann.

 „Die Qualitätssicherung ist wichtig, die Anforderungen an den Straßenbau sind in den vergangenen Jahren extrem gestiegen“, sagt Oldach. Schließlich soll die sanierte Straße ja auch wieder 15 Jahre halten.

 Bis zum Wochenende sollen Straße und Anschlussstellen fertig asphaltiert sein. „Wir liegen optimal im Zeitplan, da brennt nichts mehr an“, sagt er. Dann müssen noch die Markierungen auf die Fahrbahn und die Baustellenabsicherungen zurückgebaut werden. „Am 28. August sind wir komplett fertig, und die Straße kann wieder befahren werden.“

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