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Baby-Börse: Erst die Väter, dann die Mütter

Groß Vollstedt Baby-Börse: Erst die Väter, dann die Mütter

Bei der Baby-Börse im Sportlerheim hatten zunächst nur Väter Zutritt. Anlässlich der 10. Auflage der beliebten Börse hatten sich die Organisatorinnen diesen besonderen Gag einfallen lassen. Und siehe da: Die Väter kamen in Scharen.

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Anja Lembrecht zeigte Timm Harder, wo er Schneeanzüge findet.

Quelle: Karsten Leng

Groß Vollstedt. Einer der ersten Väter, der mit einer Einkaufsliste die Baby-Börse betrat, war Timm Harder aus Bokel. „Meine Frau hat mir aufgeschrieben, wonach ich suchen soll“, sagte er zu Anja Lembrecht, die zusammen mit Anja Harder die Baby-Börse organisiert hat. Als erstes solle er nach einem Schneeanzug für die Tochter Ausschau halten. Zusammen mit Anja Lembrecht ging es in das Kellergeschoss in einen kleinen Nebenraum.  Fein säuberlich nach Größen waren dort die begehrten Anzüge aufgereiht. „Welche Größe soll es denn sein“, fragte die „Einkaufsberaterin“. „104“, kam die Antwort von Timm Harder nach einem kurzen Blick auf den Zettel wie aus der Pistole geschossen. Schnell war ein passender Anzug gefunden. Am Ausgang wurde abkassiert und mit seiner Beute machte sich der junge Vater auf die weitere Suche nach Kinderkleidung und Spielzeug.

Wiebke Tolkmit hatte derweil Bastian Klucke unter ihre Fittiche genommen und geleitete ihn wunschgemäß in die Sportabteilung. Für seinen Sohn suchte er nach passenden Fußballschuhen. Außerdem hatte er von seiner Schwester den Auftrag erhalten, möglichst einen Kindersitz und Spielzeug zu erbeuten. „Im Alltag ist im Wesentlichen meine Frau zuständig für die Ausstattung unserer Kinder“, gestand Klucke. Dass erst nur Männer bei der Börse einkaufen durften, fand er prächtig. „Frauen stürzen sich intuitiv auf die richtigen Angebote. Da haben wir Männer dann keine Chance mehr zuzuschlagen“, genoss er den frauenfreien Rundgang.

Währenddessen sank vor den Eingangstüren bei den endlich auf Einlass wartenden weiblichen Einkäufern die Stimmung auf den Nullpunkt. „Das ist doch eigentlich eine Sauerei. Wo bleibt hier die Gleichberechtigung?“ , wurde gelästert. Einige Paare hatten sich auf das Novum des Männereinkaufs noch auf dem Parkplatz genauestens vorbereitet. „Was soll ich kaufen? Schreib mir bitte deutlich die Größen auf. Wieviel Geld soll ich investieren“, fragten Göttergatten ihre ungeduldigen Frauen. So präpariert für die Männerschar in Marsch gesetzt mit der Hoffnung, dass sie in der Lage sind den  „Einkaufsbefehl“ auch umzusetzen. Nach einer halben Stunde dürften dann auch die Mütter die Börse stürmen.

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