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Badeverbot nur für Minuten aufgehoben

Bordesholmer See Badeverbot nur für Minuten aufgehoben

Nur für Minuten hatte Tim Reimer, Mitarbeiter des Ordnungsamts Bordesholm, am Montag das Badeverbot im Bordesholmer See aufgehoben. Dann entdeckte er wenige Meter neben der Badestelle doch wieder einen dicken Blaualgenteppich und musste das Badeverbot doch verlängern. Die Badegäste sind verunsichert.

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Dicke, giftgrüne Schlieren zwischen Steg und Seeterrassen sorgten am Montag dafür, dass es beim Badeverbot bleibt.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. „Die Verhältnisse ändern sich oft und schnell, der Blaualgenbefall ist auch nicht vorhersehbar und unabhängig von Windrichtungen. Wir gucken hier jeden Tag“, berichtete der Rathausmitarbeiter. In den vergangenen drei Wochen ging es in Sachen Badeverbot im Bordesholmer See rauf und runter. Vor einer Woche baute der gemeindeeigene Bauhof die Verbotsschilder auf, am Donnerstag wurde das Badeverbot einkassiert – und am Freitag erneut verhängt.

 Rüdiger Olbrich wünschte sich eine klarere Regelung für die Badegäste. Der Bordesholmer könnte sich einen großen Zeiger vorstellen, der auf grün oder rot deutet. Vielleicht könnte die Verwaltung auf ihrer Internetseite einen aktuellen Vermerk anbringen. „Darauf sind wir noch nicht gekommen, aber wir werden über diesen Vorschlag nachdenken“, erklärte Tim Reimer. Zugleich machte er auf die Warninfos an der Badestelle aufmerksam, die ständig gelten. An zwei Stellen informieren Aushänge mit Bildern und Infos, woran Badegäste Blaualgen erkennen können und wie sie sich verhalten sollen.

 „Die Leute müssen das Risiko auch selbst einschätzen können“, sagte Reimer. Als sehr schade findet Rüdiger Olbrich den Blaualgenbefall, der seit mehreren Jahren im Bordesholmer See heimsucht. „Ich trauere noch dem aufgelösten Seeverein nach, der hat sich immer vehement für eine Verbesserung der Wasserqualität eingesetzt“, erinnerte sich Olbrich, der eigentlich nur noch im Frühsommer die Badehose rausholt. Seit Jahren verzichtet Ute Hein auf ein Bad im Bordesholmer See. „Ich fahre lieber an die Mühbrooker Badestelle“, erzählte die Neumünsteranerin, die es sich mit einem Buch auf der Bank bequem gemacht hatte.

 Auf den Seeterrassen nebenan sind die Blaualgen nur am Rande ein Thema. „Inzwischen kommen viele Leute wegen des Bistrorestaurants zu uns, und wir konzentrieren uns auf die Gäste. Aber es ist schon zu merken, wenn die Kinder ausbleiben, die nach Eis oder Pommes anstehen“, erklärte Pächter Thomas Schunack. Jürgen und Barbara Gläser interessierten sich mehr für den weiten Blick auf den See. „Wir sind wegen der Vögel hier, das Beobachten gefällt uns sehr“, erzählten die Kieler. Ihr Sohn Lasse ist vor zwei Wochen nach Bordesholm gezogen. „Ich will angeln und hoffe, dass die Algen keine Auswirkungen auf die Fische haben.“

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