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Zu viel Raum für den Baum

Bahnhof Bordesholm Zu viel Raum für den Baum

Zum Marktfest in Bordesholm hat die Verwaltung Einwohner zu einem Rundgang über den neu gestalteten Bahnhof eingeladen. Kritik hagelte es immer noch, allerdings auch Lob. Heiß diskutiert: Eine Baumscheibe nimmt zu viel Platz vom Gehwegs ein. Fußgänger mit Rollatoren kommen nicht vorbei.

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Nach Treppenstufen und Geländer erregt nun ein Baum die Gemüter. Um den Baum zu schützen, wurde die Baumscheibe so groß gebaut, dass nicht genügend Platz für Fußgänger bleibt.

Quelle: Sven Janssen

Bordesholm. Zu steile und zu kurze Treppen, ein wellenförmiges Geländer oder eine Steinumrandung für einen Baum, die Fußgänger mit Rollatoren auf die Straße zwingt – die Liste der Kritikpunkte an der Umgestaltung des Bordesholmer Bahnhofstunnels wird immer länger, die Kosten steigen immer weiter.

 Vor einem Jahr haben die Proteste gegen die Maßnahme auf dem Marktfest ihren Ursprung gehabt, in diesem Jahr trat die Verwaltung am Sonnabend beim Marktfest an, um den Bürgern die neue Anlage zu erklären, Fragen zu beantworten und sich der Kritik zu stellen. „Müsste die Treppe bei einer Breite von mehr als vier Metern nicht auch ein Mittelgeländer haben?“, wollte Dieter Wolf wissen. „Ein Mittelgeländer wird nicht kommen“, sagte Ilona Ingwersen, stellvertretende Hauptamtsleiterin und zuständig für die Städtebauförderung. Von einer zwingenden Vorschrift wisse sie nichts.

 Wolf kritisierte auch die Umsetzung des Geländers an der Rampe. Gar nicht so sehr die Wellenform, die durch die verschiedenen Gefälle entsteht und unvermeidbar sei, weil man für eine behindertengerechte Ausführung immer den gleichen Abstand zum Boden wahren müsse, wie Bauleiter Andreas Scheer vom Büro Levsen erklärte, sondern viel mehr die Befestigung. „Die Streben sind so angebracht, dass man befürchten muss, dass der Stein, in dem sie geschraubt sind, wegbricht“, sagte Wolf. „Noch ist der Bau nicht als mängelfrei abgenommen“, sagte Ingwersen. Ein Sachverständiger werde die Ausführung noch prüfen. „Es gibt Stellen, bei denen wir schon selbst sagen, dass es nicht gut aussieht.“

 Grundsätzlich gab es für die einnehmende Treppe aber auch Lob. Im Gegensatz zum ersten Neubau, der wieder abgerissen wurde, seien die neuen Stufen jetzt bequemer, sagten einige Bürger. Ob Nordseewellengeländer, oder Treppenstufen, viel diskutiert wurde nicht, da sich der Fokus schnell auf die Engstelle Baum richtete.

 „Menschen mit Rollator müssen wegen des Baumes einen riesigen Umweg machen. Das darf nicht sein, der Baum muss weg“, sagte Heinz Stegemann (81). Um den Baum zu schützen, hatte man die Umrandung, die sogenannte Baumscheibe, wesentlich ausgedehnt. Jetzt nimmt fast die gesamte Gehwegbreite ein. Wird der neugebaute Fahrradunterstand an dieser Stelle genutzt, dann gibt es kein Vorbeikommen mehr. „Statt den Baum zu fällen, wäre es auch eine Lösung, auf zehn Fahrradstellplätze zu verzichten“, sagte Ingwersen. Sie erklärte, dass die große Baumscheibe nicht so geplant gewesen sei, ein Baumsachverständiger sie aber gefordert hätte, um den Baum zu erhalten.

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