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Streckenposten wieder im Einsatz

Bahnübergang Domstag Streckenposten wieder im Einsatz

Es ist keine wirkliche Überraschung mehr: Seit Montag,21. September, ist die Schrankenanlage des Bahnübergangs Domstag in Eckernförde zum wiederholten Mal defekt. Nach Angaben der Deutschen Bahn AG handelt es sich um „umfangreichere Schäden“.

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Keine Schranke rührt sich mehr am Bahnübergang Domstag. Streckenwärter sichern den Verkehr per Hand mit Faltschranken.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Genaueres könne zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Die Streckenposten, die mit Faltschranken den Schienenüberweg per Hand sichern, bleiben bis auf weiteres im Einsatz. Wieder einmal stellt sich die Frage nach einer Grunderneuerung des Bahnübergangs.

 Da die Bahn eine Erneuerung erst für 2019 in Aussicht gestellt hatte, hatten sich die Stadt Eckernförde und jetzt auch das Verkehrsministerium des Landes eingeschaltet, um auf eine frühere Sanierung zu drängen. Die Gespräche zwischen Bahn und dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr scheinen jetzt auf ein Licht am Ende des Tunnels zuzusteuern. „Wir arbeiten an einer Lösung und befinden uns auf der Zielgeraden“, sagte der Sprecher des Verkehrsministeriums, Harald Haase, auf KN-Anfrage. Noch seien letzte Abstimmungen erforderlich. Mit einem Ergebnis sei „eher in Wochen als in Monaten“ zu rechen. Bei den Gesprächen geht es vor allem um die Modalitäten der Finanzierung.

 Mit einem schnellen Beginn der Bahnübergangsmodernisierung ist allerdings auch nach einer Vereinbarung zwischen Bahn und Land nicht zu rechnen. Um die Anlage komplett zu erneuern, ist laut Bahn ein vorgeschaltetes Planrechtsverfahren (ein Jahr) oder ein Planfeststellungsverfahren (zwei Jahre) erforderlich. Die Eckernförder werden also noch länger mit einem für Defekte anfälligen Bahnübergang am Domstag leben müssen.

 Schon Ende 2012 streikte die Technik der kombinierten Schranken- und Ampelanlage. Erst fünf Monate später konnte ein extra angefertigtes Bauteil (Ersatzteile gibt es nicht mehr) für die zentrale Steuerung eingesetzt werden. Doch der Übergang blieb störanfällig. In diesem Jahr fiel dann die mit den Schranken gekoppelte Ampelanlage aus. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr ließ mobile Ersatzampeln für querende Fußgänger aufstellen. Das Tempo an diesem Verkehrsbrennpunkt wurde zur Sicherheit auf 30 Kilometer die Stunde gedrosselt – viele fahren dennoch zu schnell.

 Fußgänger berichten immer wieder von brenzligen Situationen, da manche Autofahrer die Ersatzampeln zu spät wahrnehmen. Inzwischen sind zusätzliche Blinklichter installiert worden. Laut Landesbetrieb wird sich an der provisorischen Ampellösung nichts ändern, bis der Bahnübergang erneuert wird. Autofahrer, die aus dem Domsland kommen, müssen sich also weiterhin in Geduld üben, bis sie eine freie Lücke finden, um sich auf die B76 einzufädeln.

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Christoph Rohde
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