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Bald Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil?

Gettorf Bald Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil?

Die Isarnwohld-Schule in Gettorf, ein Gymnasium mit Regionalschulteil, wird möglicherweise in ein Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil umgewandelt. Dies teilte Amtsdirektor Matthias Meins am Dienstagabend den Mitgliedern des Amtsausschusses Dänischer Wohld mit.

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Amtsvorsteher Jens Krabbenhölft (Mitte) und Amtsdirektor Matthias Meins (links) bedanken sich bei Gebhard von Reibnitz für die ehrenamtlich geleistete Arbeit als Schiedsmann.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf.  Die Isarnwohld-Schule in Gettorf, ein Gymnasium mit Regionalschulteil, wird möglicherweise in ein Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil umgewandelt. Dies teilte Amtsdirektor Matthias Meins am Dienstagabend den Mitgliedern des Amtsausschusses Dänischer Wohld mit.

 Landesweit gibt es fünf Gymnasien mit Regionalschulteil. Gemeinsam hatten deren Schulträger in einer Resolution an die neue Landesregierung appelliert, an dieser Schulform nicht zu rütteln. Es wurde um den Erhalt des Gymnasiums gefürchtet. Hintergrund: Laut Koalitionsvertrag sollen alle Regionalschulen in Gemeinschaftsschulen umgewandelt werden. Als Ergebnis eines Gesprächs mit Bildungs-Staatssekretär Dirk Loßack nahmen Matthias Meins, Schulverbandsvorsteher Peter Krayenhagen und der kommissarische Schulleiter Udo Runge mit nach Hause, dass Gettorf voraussichtlich Gymnasialstandort bleiben kann. Allerdings sei denkbar, dass der Regionalschulteil der Isarnwohld-Schule zum Schuljahr 2014/15 in einen Gemeinschaftsschulteil umgewandelt wird. „Damit könnten wir leben“, sagte Udo Runge gestern auf Nachfrage, „unsere Philosophie, allen Schülern individuelle Bildungsgänge zu ermöglichen, wäre auch unter dem Dach eines Gymnasiums mit Gemeinschaftsschulteil möglich.“ Matthias Meins wertete es als eine wichtige Botschaft an die Eltern, dass am Gymnasium nicht gerüttelt werden soll.

 In seinem Bericht ging der Amtsdirektor auch auf die wieder steigenden Asylbewerberzahlen ein. Kreisweit habe es einen Anstieg um 50 auf jetzt 220 gegeben. In der Asylbewerberunterkunft des Amtes Dänischer Wohld in Schinkelerhütten sind nach Auskunft von Matthias Meins elf Personen untergebracht. Damit habe das Amt seine Quote erfüllt.

 „Sie haben zum Frieden in der Region beigetragen“, lobte der Amtsdirektor die Arbeit von Gebhard von Reibnitz. Der 81-Jährige aus Schinkel hatte fünf Jahre lang ehrenamtlich als Schiedsmann und davor drei Jahre als stellvertretender Schiedsmann gewirkt. In dieser Zeit führte er nach eigenen Angaben 34 Verhandlungen, von denen 65 Prozent erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Ob Hecken oder Bäume, die auf Nachbars Grundstück ragten, ob Probleme mit Tierhaltungen, Mietsachen, Beleidigungen, üble Nachrede oder Diebstähle – „es war alles dabei“, fasste Gebhard von Reibnitz zusammen.

 Auf großen Beifall stießen auch die Ausführungen von Professor Harald Schöcklmann und Dr. Friederike Boussevain. Das in Neudorf-Bornstein lebende Mediziner-Ehepaar hat kürzlich eine Hospiz-Initiative für den gesamten Dänischen Wohld gegründet. „Wir knüpfen das Netz, das uns selbst einmal tragen kann“, sagte Boussevain. Nach Auskunft ihres Mannes werden für den Wohld rund 40 ehrenamtliche Hospizbegleiter benötigt.

 Ein weiterer Gast der Sitzung war Kathrin Neve aus Lindau. Die Mutter dreier Kinder berichtete über die Arbeit als Inklusionsbeauftragte in ihrer Gemeinde. Wie sie sagte, könne jeder Einzelne dazu beitragen, das Leben auf dem Lande lebens- und liebenswerter zu machen.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten