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Bau der Mehrzweckhalle verzögert sich

Rendsburg Bau der Mehrzweckhalle verzögert sich

Die Mehrzweckhalle in Mastbrook soll den Rendsburger Stadtteil entschieden aufwerten. Doch das Projekt lässt auf sich warten. Die Verwaltung hat noch immer keinen Förderbescheid aus dem Ministerium erhalten. Die Politiker sind mit ihrer Geduld am Ende.

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Der Abriss der alten Turnhalle im Rendsburger Stadtteil Mastbrook verzögert sich.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. „Was wir im Moment in der Zusammenarbeit mit Ministerien und übergeordneten Behörden erleben, ist unerträglich“, sagte Bürgermeister Pierre Gilgenast am Mittwochabend in der Sitzung des Rendsburger Senats. Auslöser war die Nachricht, dass sich der Bau der Mehrzweckhalle in Mastbrook verzögert. Die Verwaltung warte noch immer auf den Förderbescheid des Innenministeriums, bestätigte Bauamtsleiter Frank Thomsen.

 Dabei habe man im Sommer bei einem Ortstermin mit dem Ministerium abgesprochen, was nötig sei, um das Verfahren zu beschleunigen, sagte Gilgenast. Als die Verwaltung nach mehrmaligen Nachfragen feststellen musste, dass sich in dem Verfahren nichts getan hatte, sei er sehr verärgert gewesen. Insbesondere zwei Forderungen des Ministeriums, nachdem eigentlich alles geklärt sein sollte, haben zur Verwunderung über die Arbeitsweise der Behörde geführt. Zum einen wollte das Innenministerium eine Darstellung der Nutzer der späteren Halle, zum anderen einen Grundbucheintrag für das Grundstück, auf dem seit 66 Jahren eine städtische Schule steht, erläuterte der Bürgermeister.

 Eigentlich sollte im Oktober mit dem Abriss einer Turnhalle auf dem Gelände begonnen werden und bauvorbereitende Maßnahmen stattfinden, damit die neue Mehrzweckhalle im Oktober 2017 fertig sein und von Vereinen genutzt werden kann. Diese Pläne sind nun hinfällig. Weitere Verzögerungen könnten durch einen harten Winter kommen, meinte Bauamtsleiter Thomsen.

 Mit rund 3,3 Millionen Euro soll die Städtebauförderung das 6,5 Millionen Euro teure Projekt unterstützen. Und die Zeit drängt. Nicht nur Vereine warten darauf, im Winter begehrte Hallenzeiten zu bekommen, auch drohen Zweckentfremdungszinsen den Haushalt der Stadt zu belasten, sollte das Geld nicht rechtzeitig ausgegeben werden.

 „Das ist die Krux an der Sache“, sagte Pierre Gilgenast. „Bei der Zweckentfremdung kommt es nicht auf die Ursache an, sondern darauf, wann das Geld ausgegeben wird.“ Sobald es in einen Fond eingezahlt ist, müsse es in wenigen Monaten ausgegeben werden. „Dagegen muss ich angehen“, sagte der Bürgermeister.

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