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Handarbeit ist gefordert

Flintbek Handarbeit ist gefordert

Ruhe liegt über der Sportanlage am Eiderkamp in Flintbek. Nur das dumpfe Wummern eines Gummihammers ist zu hören: Die Arbeiten an der neuen Tartanbahn laufen zwar auf Hochtouren, aber zurzeit ist Handarbeit angesagt.

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Handarbeit: Das Verlegen der Krallennutplatten ist echte Handarbeit. Thomas Jabusch hat die rund zehn Kilogramm schweren Steine fest im Griff.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Und die Experten darin sind Joachim Eberhardt, Ralf Bollow und Thomas Jabusch. Die drei Straßenbauer der Firma Sportstättenbau Weitzel aus Tornesch sind jeden Morgen pünktlich um 7 Uhr auf dem Sportplatz, um zügig mit den Arbeiten an der neuen Laufbahn fertig zu werden. Zuerst ist die alte und marode Bahn abgetragen worden, dann wurden neue Entwässerungen sowie eine Drainage gelegt. Nun stehen die Krallennutplatten zur Verlegung auf dem Programm. Und genau das geht nur von Hand.

 „Wir brauchen unseren Frontlader derzeit nur, um die Paletten mit den Steinen vom Lagerplatz zu holen, oder um sie ab und zu ein Stückchen weiterzufahren“, erklärt Ralf Bollow. Die Entwässerungsrohre sind fast komplett um den Sportplatz verlegt, Jabusch nimmt sich eine Krallennutplatte nach der anderen, um sie sorgfältig zu verlegen. Ein paar Schläge mit dem Gummihammer, ein kurzer Blick auf die Wasserwaage – der Profi nickt zufrieden und schnappt sich die nächste, rund zehn Kilogramm schwere Platte.

 „Wenn später der Boden aufgebracht wird, müssen diese Kanten halten“, erläutert Baustellen-Chef Dieter Ehlers. Immer mittwochs und immer um 10 Uhr treffen sich die Verantwortlichen für die Baustelle, um Neuigkeiten auszutauschen und Fortschritte zu begutachten. Zu der Runde gehören auch Bauamtsleiter Stefan Bettin und die Ingenieure Mathias Kuklik und Joachim Eberhardt.

 „Wir haben auch einen engen Draht zum TSV Flintbek. Alles, was wir hier machen, wird abgesprochen“, betont Bettin. Dazu zählen Fragen nach der Qualität des benötigten Sandes ebenso wie die Frage nach dem neuen Standort für die Garage.

 Eines steht für Bettin fest: „Wir sind gut in der Zeit. Allerdings muss das Wetter auch weiterhin mitspielen. Zum Beispiel könnte bei Regen nicht mit dem Auftragen des Kunststoffbelags begonnen werden.“ Joachim Eberhardt von der Firma Weitzel aus Tornesch nickt zustimmend. „Wenn alles gut läuft, sind wir im September fertig.“

 Die Erneuerung der rund 4000 Quadratmeter Fläche für die 400-Meter-Laufbahn, die Weitsprung- und die Hochsprunganlage sowie der Bau einer Kugelstoßanlage kostet geschätzte 575000 Euro. Einen Zuschuss von der AktivRegion in Höhe von 100000 Euro konnte die Gemeinde Flintbek einwerben. Doch bis es soweit ist, dass die Sportler des TSV Flintbek zu ihren ersten Wettkämpfen auf der neuen Anlage antreten können, müssen Ralf Bollow und Thomas Jabusch noch einige Steine schleppen und akkurat verlegen. Ganz in Ruhe, nur begleitet durch das dumpfe Klopfen des Gummihammers.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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