19 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Jedes Jahr ein Kilometer Wasserleitung

Bauarbeiten in Blumenthal Jedes Jahr ein Kilometer Wasserleitung

Den Slalomparcours um Baustellenbaken in der Dorfstraße können die Blumenthaler schon im Schlaf: Seit Wochen erneuert der Wasserbeschaffungsverband Rumohr die Trinkwasserleitungen. Wegen Lieferschwierigkeiten bei den Kunststoffrohren dauert es jedoch deutlich länger als geplant.

Voriger Artikel
Nasenjagd in Rendsburg
Nächster Artikel
Autor für die Chronik gesucht

Sönke Harder, Vorsteher des Wasserbeschaffungsverbands, zeigt: Rohre mit 14 Zentimetern Außendurchmesser und 8,3 Millimeter dicken Wänden ersetzen die Zementrohre aus den 70ern.

Quelle: Beate König

Blumenthal. „Wir sollten schon vor 14 Tagen fertig sein“, sagt Verbandsvorsteher Sönke Harder. Ein Kunststoffgranulat-Lieferant in Spanien soll aber abgebrannt sein. Das verzögere die Produktion und Auslieferung der Rohre bundesweit, wurde Harder vom Hersteller mehrfach mitgeteilt. Inzwischen ist der Verband auf einen anderen Hersteller und lieferbare Rohre in höherer Qualität ausgewichen. Die in Blumenthal verbauten Polyethylen-Wasserleiter haben bis zu 8,3 Millimeter dicke Wände und einen Außendurchmesser von 14 Zentimetern. 90 Jahre Haltbarkeit verspricht der Hersteller.

 Die Reparaturen an den 60 Kilometern Hauptleitung, mit der der Wasserverband jährlich 350000 Kubikmeter Wasser an 1800 Haushalte mit 6500 Abnehmern verteilt, nehmen zu. Ein Rohrbuch bei Rumohr am 2. Juli musste kurzfristig repariert werden, davor hatte Starkregen in Sophienlust bei Schierensee einen Hang ins Rutschen gebracht. Das Rohr im Boden hielt der Bewegung nicht stand.

 Gründe für den Knacks unter der Erde: Das hohe Gewicht heutiger Landmaschinen spielt eine Rolle. Als in den 60er- und 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts Leitungen teils quer unter Straßen gezogen wurden, kannte man maximal 15-Tonner – und nicht die 40-Tonner von heute. Das Bauverfahren „Graben baggern, Rohre rein, Erde drauf“ rächt sich heute. „Wenn die damals 15000 Euro in gewaschenen Kies als Bett fürs Rohr investiert hätten, dann hätten wir heute nicht die Probleme.“ Das saure Wasser in moorigen Böden löst den Zement aus den Rohren und macht sie brüchig.

 In Blumenthal wurden 2015 und dieses Jahr zusammen 940000 Euro investiert, 33000 Euro bei Sophienlust, beim Annenhof 135000 Euro. Jedes Jahr, so Harders Plan, soll ein Kilometer Leitung erneuert werden. Mit der Kupferbelastung des Trinkwassers, die eine Mielkendorfer Bürgerinitiative vor Jahren monierte, haben die Reparaturen jedoch nichts zu tun, sagt Harder.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3