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Bauhöhe ist nicht mehr tabu

Kronshagen Bauhöhe ist nicht mehr tabu

Der Ortskern bekommt ein neues Gesicht – das Wettbewerbsverfahren läuft. Doch entfernt vom Zentrum ist Kronshagen schon längst dabei, sich zu wandeln. Kleine alte Häuser werden abgerissen, an ihrer Stelle entstehen moderne und kompakte. Nun ist auch die Bauhöhe nicht mehr tabu.

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Zwölf statt neun Meter: Im Eschenkamp in Kronshagen genehmigte der Bauausschuss eine ungewöhnliche Höhe für ein Einfamilienhaus.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Doch im Bauausschuss gingen die Meinungen darüber auseinander. Dem Gremium lagen am Donnerstagabend zwei Änderungswünsche für den Bebauungsplan 24 Hasselkamp vor. Im Hasselkamp, kurz vor der Einmündung Friedenskamp, soll ein großes Grundstück geteilt und mit zwei Wohnhäusern bebaut werden – Höhe: jeweils elf Meter. Die Gemeinde hatte zuvor den Bau eines großes Hauses abgelehnt.

 Im Eschenkamp geht es genau in die andere Richtung: Dort sollen zwei Liegenschaften zu einer zusammengelegt und mit nur einem zweigeschossigen Wohnhaus bebaut werden – Höhe: zwölf Meter. In der Straßenreihe sind bisher neun Meter erlaubt, mit einer Ausnahme: Direkt neben dem Neubauvorhaben steht ein Mehrfamilienhaus mit einer Höhe von 12,50 Metern. Das Pikante: Den Neubau will nach Informationen dieser Zeitung die Tochter einer Gemeindevertreterin realisieren.

 „Den Höhensprung gibt es jetzt schon. Der Neubau fügt sich ein“, war Architekt Guntram Blank überzeugt. Im Auftrag der Gemeinde hat er die Änderung des B-Plans vorbereitet. Jana Neiser (UKW) war anderer Meinung: „Das eine ist ein Mehrfamilienhaus, das andere nur ein Einfamilienhaus.“ Auch Holger Tewes (CDU) fand das Vorhaben „heftig“ und wunderte sich über die ungewöhnliche Zweigeschossigkeit – pro Etage stehen etwa 200 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. „Das hat städtebauliche Auswirkungen. Es ist besser, wenn wir bei der jetzigen Höhe bleiben und nicht Kraut und Rüben zulassen“, sagte Tewes. Gunnar Heintze (SPD) gab sich offener: „Baulich könnte man die Höhe vertreten.“

 „Will man in Kronshagen Neues ermöglichen oder Altes erhalten?“, fragte ein Bürger, der sich im Haßknöll auf diese Weise gern etwas Neues gestalten würde. „Der Ausschuss war bisher eher bewahrend und nicht für das freie Spiel der Kräfte“, sagte Vorsitzender Robert Schall (SPD). Winfried Dittmann (Grüne) machte im Einzelfall Eschenkamp einen Vermittlungsvorschlag, um die Bauhöhe zu reduzieren: „Wir setzen eine flachere Dachneigung fest.“ Zwei Vollgeschosse seien heutzutage allerdings „Stand der Technik“.

 Dittmann stellte aber keinen Antrag. Das machte die UKW und scheiterte. Die Fraktion forderte, die Bauhöhe von neun Metern beizubehalten. Die 8:3-Mehrheit im Ausschuss machte aber zwölf Meter möglich.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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