18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Heckenschere statt Schneeschieber

Bordesholm Heckenschere statt Schneeschieber

Schnee und Eis sind nicht in Sicht,. In die Ferien gehen Ronald Thies und sein Team vom Technischen Betriebshof (TBH) in Bordesholm aber nicht: Auch ohne Frost sind die neun Gemeindemitarbeiter mit Arbeit ausgelastet, vor allem „Grünpflege“ ist angesagt.

Voriger Artikel
Raser mit 230 km/h von der Polizei gestoppt
Nächster Artikel
Muskeltraining auf allen Vieren

Marko Lübker prüfte die Beleuchtung und wechselte Glühbrinen im Rathausplatz-Weihnachtsbaum aus.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. Noch aus dem vergangenen Winter stammen zahlreiche Überstunden, über die Festtage wird ein Notdienst aufrecht erhalten. Im Dienstkalender des Bauhofs, wie der TBH umgangssprachlich bezeichnet wird, stehen in dieser Woche Knickarbeiten auf dem Programm. Außerdem wird das milde Wetter für den Heckenschnitt genutzt – 5540 laufende Meter davon listet die Gemeindestatistik auf. Weiterhin werden die über 100 meist aus Holz bestehenden Ruhebänke abgeschraubt, kaputte Birnen der Weihnachtsbeleuchtung ausgetauscht, Straßenschilder repariert, Geh- und Radwege gesäubert oder Papierkörbe geleert. Dazu klingelt mindestens zwei Mal pro Woche das Notfallhandy bei Ronald Thies.

 „Wenn die Einwohner einen abgebrochenen Ast im Baum über dem Bürgersteig entdecken und anrufen, müssen wir sofort hin, den Ast mit dem Hubsteiger herunter holen oder den Bereich zumindest absperren“, erzählt der Bauhofleiter. Immer mehr Arbeit stecken die Arbeiter und Handwerker in die Grünpflege: Die Flächen mit Rasen, Hecken und Beeten sind auf fast 150000 Quadratmeter angewachsen. Nicht weniger als zehn Neubaugebiete sind laut Bau- und Ordnungsamtsleiter Sven Ingwersen seit 1980 in Bordesholm entstanden, in der gleichen Zeit blieb der Personalbestand aber immer gleich.

 Außerdem stiegen die Ansprüche der Bürger. „Wir kriegen beispielsweise Anrufe, dass nicht oder zu selten gemäht wird, das gab es früher nicht“, erklärte Ingwersen. Neue Strategien wie die Gestaltung öffentlicher Flächen mit Steinen und Gräsern, die weniger pflegeaufwendig sind, milderten die Arbeitsbelastung nicht einschneidend. „Da kommen ja noch viele kleine Dinge hinzu, die sich summieren, irgendwann ist das Fass dann voll“, sagte Thies. Vor diesem Hintergrund bewilligte die Gemeindevertretung ohne große Diskussion einen zusätzlichen Vollzeitmitarbeiter.

 Weiterhin genehmigte das Gremium einen neuen Pritschenwagen sowie einen Schlepper. Für beide Fahrzeuge wurden 85000 Euro in den Haushalt eingestellt. „Damit können wir zukünftig viel flexibler auf die vielen Anforderungen reagieren“, erläuterten Ingwersen und Thies.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3