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Eine Buche spaltet die Politik

Bauminsel Bordesholm Eine Buche spaltet die Politik

Die Buche in der Pflanzinsel am Bahnhof bleibt weiter ein Zankapfel. Der Riss in der Bordesholmer Ortspolitik verläuft entlang Schwarz-Gelb und Rot-Grün. Im Umweltausschuss scheiterten FDP und CDU nur knapp mit dem Antrag, den Baum an den neuen Fahrradständern ersatzlos zu fällen.

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Karl-Heinz Schöning kann die Lücke zwischen Pflanzinsel und Fahhrädern nur mit Mühe passieren. Um die zu große Pflanzinsel wird weiter gestritten.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. SPD und Grüne wollen dagegen die Pflanzinsel verkleinern und hoffen dabei, den Straßenbaum zu retten. Die mit Granitborden eingefasste und mit Kieselsteinen gefüllte Pflanzinsel ist in Richtung Fahrradstellplätze zu groß geraten. Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Rollator-Nutzer müssen, wie berichtet, zur Straße hin ausweichen. Norbert Baschke (CDU) berief sich auf die fast einmütigen Abstimmungen der Bau- und Umweltausschüsse, die im September die Fällung des rund 30 Jahre alten Baums forderten. „Die Beschlusslage ist eindeutig, Verursacher ist das Planungsbüro. Das ist ein Fehler und keine Nachlässigkeit, das sieht jeder Laie. Jetzt muss der Baum weg“, forderte Baschke in der jüngsten Umweltausschusssitzung.

Auch Helmut Berger (FDP) kritisierte den Planer. Aus seiner Sicht gehört an besagter Stelle kein Baum hin. „Wir wollen dort auch keine neue Anpflanzung. Das ist ein Fußweg, der Baum passt da nicht hin.“ Bergers Antrag auf ersatzlose Fällung wurde von den drei christdemokratischen Vertretern mitgetragen. Die fünf Vertreter von SPD und Grünen stimmten dagegen. „Es ist viel zu kahl im Zentrum. Wir wollen jeden Baum erhalten“, betonte Grünen-Vertreterin Gabriele Steffen. Rund 5000 Euro würde eine Verkleinerung der Pflanzeninsel um 30 Zentimeter kosten. Zuvor müsste der Bereich aber untersucht und die Wurzeln von Hand freigelegt werden.

In puncto Planungsfehler will Amtsdirektor Heinrich Lembrecht nach Ende der Maßnahme mit den beteiligten Firmen sprechen: „Wir setzen uns dann zusammen, nötigenfalls auch mit Beistand.“ Die Rettung der Buche wäre aus Sicht von Ronald Büssow die preisgünstigste Lösung. „Wenn wir den Baum jetzt absägen, kostet uns das mit Ersatzpflanzung drei Mal so viel, jetzt geht es um Schadensbegrenzung“, so der SPD-Fraktionschef. Mit der rotgrünen Mehrheit stimmte das Gremium für die Inselverkleinerung. Dabei könnte sich aber auch herausstellen, dass wegen der empfindlichen Baumwurzeln keine Veränderung der aktuellen Situation möglich ist.

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