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Altes Ensemble wird erneuert

Bauprojekt Rendsburg Altes Ensemble wird erneuert

Drei ehemalige Kornspeicher auf dem früheren Bundeswehrgelände in Rendsburg werden für Wohnen und Büros umgebaut. Derzeit ist das mittlere Gebäude in den Händen der Handwerker. Das zweite soll auch für Wohnungen und Dienstleister genutzt werden. Für das dritte gibt es noch keine Pläne.

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Die Umbau- und Modernisierungsarbeiten sind in vollem Gange. Ingolf Bädtker (links) bespricht Details mit dem Maurer Christian Westerweller.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. Ein Kernbohrer frisst sich durch die 20 Zentimeter starke Stahlbetondecke, Maurer bauen Türzargen ein und Elektriker verlegen Kabel. Den mittleren der drei ehemaligen Kornspeicher in der Alten Kieler Landstraße 91, 95 und 99 in Rendsburg haben Handwerker in Beschlag genommen. Die Bernhard Schnoor GmbH, eine Gesellschaft der Bädtker-Immobiliengruppe in Rendsburg, will in Umbau und Modernisierung des Gebäudes für Wohnungen und Büros vier Millionen Euro investieren.

Im Juni vergangenen Jahres hat die Firma das dreiteilige Ensemble auf dem ehemaligen, etwa zwei Hektar großen Bundeswehrgelände von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in einer bundesweiten Auktion für 250000 Euro ersteigert und es Rendsburger Speicherviertel genannt.

Die drei imposanten, sechsgeschossigen Häuser aus den Jahren 1935 bis 1938 stehen unter Denkmalschutz. Dort war bis vor vier Jahren das Wehrbereichsbekleidungsamt Nord untergebracht.

Dass Umbau und Modernisierung im mittleren der drei Gebäude begonnen haben, begründet Ingolf Bädtker so: „Das erste Obergeschoss weist eine Bürostruktur mit Sitzungssaal auf und soll jetzt wieder für Bürozwecke genutzt werden.“ Diese zweite Etage mit 550 Quadratmetern hat nach Angaben des Geschäftsführers die Pflege Lebensnah für ihre ambulanten Dienste gemietet.

Auf der restlichen 2000 Quadratmetern vom Erd- bis zum dritten Obergeschoss sollen 32 Wohnungen entstehen. „Wir bauen barrierearme Ein- bis Dreizimmerwohnungen, zwischen 43 und 83 Quadratmetern groß.“ Das Dachgeschoss mit seinen winzigen Fenstern bleibt verwaist. „Die schrägen Wände sind aus 20 Zentimetern Stahlbeton und brandbombensicher. Dort größere Fenster einzubauen, das wäre unwirtschaftlich.“ An der erfolgreichen Vermarktung ab Januar hat Bädtker keine Zweifel. „Attraktiver Wohnraum ist auch in Rendsburg immer noch gefragt.“

Die Fertigstellung des Gebäudes ist für April/Mai 2017 vorgesehen. Das Gebäude mit der Hausnummer 91 will Bädtker voraussichtlich auch für Wohnungen und Dienstleister nutzen. „Für das dritte Gebäude haben wir noch keine Planung.“

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