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Steilere Treppe entspricht DIN-Norm

Baustelle Bahnhof Bordesholm Steilere Treppe entspricht DIN-Norm

Ältere Bürger aus Bordesholm haben haben beim Seniorenbeirat moniert, dass die neue Treppe der Bahnhofsunterführung zu steil sei. Die Amtsverwaltung hält dagegen, dass die Stufen ein ideales Schrittmaß hätten. So entspricht die Treppe, im Gegensatz zur alten, der DIN-Norm. Die Bauarbeiten sind im Zeitplan.

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Zu kurz, zu hoch oder genau richtig? Der Streit um die richtigen Stufenmaße der neuen Bahnhofstreppe geht in eine neue Runde.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. So ganz unrecht haben die älteren Mitbürger, die sich beim Seniorenbeirat über die steilere Treppe am Bahnhofstunnel beschwerten, nicht. Jens-Peter Friedrich, Zugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Bordesholm und dort auch für Sicherheitsbelange zuständig, weist darauf hin, dass die Treppe aus seiner Sicht „nicht ganz den anerkannten Regeln entspricht“. Er beruft sich dabei auf Angaben der DIN 18065 „Gebäudetreppen“ und die Unfallverhütungsvorschrift DGUV GUVI-561 für Treppen.

 Jens-Peter Friedrich listet auf, dass Treppen im Freien laut Fachliteratur eine Steigungshöhe von 14 bis 16 Zentimeter haben sollten. Die neue Treppe, die vom Bahnhofsplatz zum Fußgängertunnel verläuft, hat aber eine Steigung von 18 Zentimeter. Zur Erinnerung: Das alte, abgerissene Bauwerk hatte eine von 15,5 Zentimeter. Bequeme Freitreppen nach der geltenden Schrittmaßformel, die von Bauträgern angewendet wird, sollten ihm zufolge eine Steigerung von 15 oder 16 Zentimetern haben und eine Auftrittsbreite von 33 oder 31 Zentimetern. Die neue Treppe hat 27 Zentimeter.

 Friedrich merkt an, dass die Treppe laut Literatur „allenfalls das Maß einer Innentreppe hat“. Für Einfamilienhäuser soll die Steigung nämlich 17 bis 20 Zentimeter und für Mehrfamilienhäuser 17 bis 18 Zentimeter betragen. Das Amt, die Gemeinde und das Planungsbüro Siller aus Kiel hatten in der jüngsten Gemeindevertretersitzung dagegen argumentiert, die neue Treppe habe das ideale Maß mit einer Steigung von 18 und einer Auftrittsbreite von 27 Zentimetern. Laut der Schrittmaßformel ergebe sich, wie berichtet, der ideale Wert von 63. Gibt man die Werte der alten, abgerissenen Treppenstufen in die Formel ein, ergibt sich der Wert 58 – und damit wäre die Schrittmaßformel nämlich nicht eingehalten.

 „Unser Planer und Architekt hat alles genau ausgearbeitet und sich an die Richtlinien gehalten“, betont die stellvertretende Hauptamtsleiterin Ilona Ingwersen. Wie Zugführer Friedrich hatte auch das Planungsbüro Siller die Angaben der DIN-Norm 18065 als Basis für die Berechnungen genommen. „Uns wundert schon, wie dann so unterschiedliche Maße herauskommen können“, sagt Ingwersen. Die Bauarbeiten sind weiterhin im Zeitplan, spätestens Mitte Mai soll das Unterführungsbauwerk fertig sein. Die Abnahme erfolgt durch Amt und Gemeinde.

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