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Spielplatz weicht Doppelhaus

Bebauungspläne Bordesholm Spielplatz weicht Doppelhaus

Der große Spielplatz in der Straße Stört in Bordesholm wird verkauft, um das Wohnhäuser zu bauen. Mit den Bauplänen für den Veranstaltungsplatz in der Gemeinde und der Fläche am Diekwisch geht es nur schleppend voran. Die Fraktionen sind sich nicht einig.

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Derzeit ist der Veranstaltungsplatz fest in den Pfoten von Hunden wie Maya. Im Sommer soll es eine Entscheidung geben, ob das Areal zum Baugebiet gekürt wird.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. Der ehemalige Spielplatz an der Straße Stört in Alt-Bordesholm kann ab sofort käuflich erworben werden. Nach dem Satzungsbeschluss in der jüngsten Gemeindevertretersitzung bieten jetzt Immobilienportale das 850-Quadratmeter-Grundstück an; auch die Gemeinde will das Areal auf ihre Internetseite zum Verkauf stellen. Mit den ungleich größeren Baugebietsplänen geht es in Bordesholm aber nur schleppend voran. Das Bebauungsplanverfahren für die gemeindeeigene Stört-Fläche war anfangs bei Anliegern und Ortspolitikern umstritten, den jüngsten Satzungsbeschluss billigte der Gemeinderat aber einstimmig. Zukünftige Besitzer müssen sich mit den Festsetzungen arrangieren: Gebaut werden darf nur ein Doppelhaus mit einer bestimmten Dachneigung und einer Maximalhöhe von rund neun Metern. Von solchen Vorgaben noch weit entfernt sind die großen Wohnbauplanungen in Bordesholm. Bürgermeister Helmut Tiede (CDU) peilt einen Termin vor den Sommerferien an, an dem die Gemeindevertretung über den Planungsstart für eine der beiden favorisierten Flächen entscheidet.

 Während sich besonders die CDU für den größtenteils gemeindeeigenen Veranstaltungsplatz an der L318 stark macht, kann sich die SPD auch das südlich der Finnenhaussiedlung gelegene Areal am Diekwisch vorstellen. Bohrproben haben mittlerweile ergeben, dass der bislang landwirtschaftlich genutzte Grund am Diekwisch bebaubar ist. Aktuell ist die Gemeinde im Gespräch mit den Eigentümern der knapp zehn Hektar großen Flächen über einen möglichen Landtausch. In Sachen Veranstaltungsplatz sind Biologen aktiv: Die Gemeinde hatte Umweltbüros beauftragt, für das 75000 Quadratmeter große Gelände eine naturschutzrechtliche Prüfung vorzunehmen. Anfang März fragte Grünen-Vertreterin Gabriele Steffen im Umweltausschuss nach Ergebnissen, die Expertise soll aber erst im Laufe des April kommen.

 „Wir haben den zeitlichen Rahmen für die notwendigen Voruntersuchungen unterschätzt“, räumte Bürgermeister Tiede ein. In einer gemeinsamen Sitzung von Bau- und Planungsausschuss sowie Umweltausschuss am 4. Mai soll über das weitere Vorgehen zu den beiden Großflächen diskutiert werden. Gesprächsbedarf gibt es zudem bei der Planung für das Baufenster am Tegel: Die Meinungen in der Ortspolitik pendeln zwischen einer Reihe mit fünf bis acht Grundstücken und der kompletten Flächenbebauung mit bis zu 15 Häusern. Summa summarum dürften damit frühestens im Frühjahr 2017 die Häuslebauer ihre Ärmel aufkrempeln.

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