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30 neue Ersthelfer in Blumenthal

KN hilft Leben retten 30 neue Ersthelfer in Blumenthal

Nach zwei Stunden wussten es alle aus dem Effeff: Durch eine Herzdruckmassage können Leben gerettet werden. Bei der Aktion „KN hilft Leben retten“ in Blumenthal übten sich 30 Kursteilnehmer als Ersthelfer. Sie gingen mit dem guten Gefühl nach Hause, im Notfall gut gerüstet zu sein.

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Mehr als 30 Teilnehmer hatten sich für die Veranstaltung der Kieler Nachrichten im Dorfgemeinschaftshaus Blumenthal angemeldet, bei der die Herzdruckmassage im Fokus stand.

Quelle: Sorka Eixmann

Blumenthal. Jennifer Hartz und Jessika Popp schulen seit Monaten für die Aktion der Kieler Nachrichten neue Ersthelfer am Unfallort. „Wir freuen uns, in Blumenthal zu Gast sein zu können. Ich bin ein Fan dieser Kurse. Es macht Spaß, mit Menschen zu arbeiten“, so Popp. Beide Frauen arbeiten am UKSH. „Ich verspreche Ihnen, wenn Sie nach zwei Stunden diesen Raum verlassen, sind sie im Notfall fit“, sagte Popp.

Mini-Anne zum Üben für zu Hause

Dafür wurde dann fleißig gelernt - mit Puppe Anne. „Jeder bekommt eine Mini-Anne. Mit dieser Puppe können Sie heute üben. Sie dürfen sie auch mit nach Hause nehmen, um das, was Sie gelernt haben, weiterzugeben. Sie sind ab heute Multiplikator“, kam Popp auf ein ernstes Thema zu sprechen. Denn: Der plötzliche Herzstillstand ist in Deutschland die häufigste Todesursache. 80000 bis 100000 Meschen sterben jedes Jahr daran. „Es kann jeden treffen“, so Popp. Leider sei die Rate von Wiederbelebungen im Land nicht besonders hoch, gerade einmal 34 Prozent der Deutschen können das. „Da sind uns Nachbarländer weit voraus.“

Spendenfinaniert: pro Schulung 1700 Euro

Der Hauptgrund liegt auf der Hand: „Es ist die Angst, etwas falsch zu machen.“ Genau deswegen organisieren die Kieler Nachrichten die Schulungen, die häufig über Kleinspenden finanziert werden. „Pro Schulung werden 1700 Euro benötigt.“

Dann ging es an die Praxis: „Wenn Sie eine bewusstlose Person finden, sorgen sie für einen festen Untergrund, machen sie den Oberkörper frei und überstrecken sie den Kopf. Danach beginnt die Herzdruckmassage. Drücken Sie tief und schnell, am besten im Rhythmus beispielsweise von ,Stayin alive' oder ,Atemlos'.“ Es zeigte sich schnell, dass es mit ein bisschen Übung auch gut funktioniert. Immer wieder standen die Expertinnen mit Rat und Tat zur Seite und machten Mut: „Sie können in dem Fall nur etwas verkehrt machen, wenn sie nichts machen.“

30 Mal drücken, zwei Mal beatmen - am Ende waren die neuen Ersthelfer zufrieden. Auch Jennifer Hartz und Jessika Popp freuten sich: „Die Herzdruckmassage hat fantastisch geklappt. Geben Sie ihr Wissen weiter.“    

Von Sorka Eixmann

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