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Schmutziges, öliges Kunstwerk

Eckernförde Schmutziges, öliges Kunstwerk

Eigentlich sollte es ein Elefant werden. Doch ganz demokratisch entscheiden sich die 17 Schüler der achten Klassen der Gesamtschule aus Meldorf lieber für ein Tipi. Das Baumaterial: Auspufftöpfe und Rohre aus Schrottfahrzeugen. Die Architektin: Künstlerin Ursula Dietze aus Friedrichstadt. Der Ort: Das Freigelände der Carlshöhe nahe der gleichnamigen Galerie.

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Fast geschafft. Das Tipi steht, und jetzt wird unter der Regie von Ursula Dietze diskutiert, wie es eingezäunt wird und welche Warnhinweise es geben soll.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Dietze, Mitglied des Kunstvereins Carlshöhe, hat für das Programm mit dem Namen KlimaKunstSchule des Vereins Bildungscent ein Vermittlungsformat zum Thema Kunst und Klimawandel entwickelt. Sie arbeitet mit Schulgruppen aus Norddeutschland zwischen März und Oktober in Zusammenarbeit mit der Galerie Carlshöhe in Eckernförde. Gleichzeitig stellt die Galerie von Marlies Greifenberg Skulpturen von Dietze unter dem Motto Warten?Auf Zukunft bis zum 14. Oktober aus.

An diesem Dienstag geht es jedoch um die Schüler des Wahlpflichtkurses Gestalten, und die sind überrascht, aus welchem Material sie nun etwas bauen sollen. Nicht alle sind begeistert: „Wie sehe ich denn aus?“, fragt sich ein Schüler angesichts seiner schmutzig gewordenen Jacke. Die Auspuffe sind halt gebraucht, sie sind ölig und dreckig. Doch am Nachmittag ist es geschafft, das Kunstwerk steht, nur wenige Kleidungsstücke sind verschont geblieben.

Kunstlehrer Bengt Busching, der die Gruppe begleitet, ist von der Aktion angetan. „Das Thema Klimawandel hat die Schüler beschäftigt, nun ist es spannend, die Gedanken in etwas Konkretes umzusetzen.“

Im Mai kommt die nächste Schülergruppe und wird das Tipi abbauen und ein neues Objekt aus dem Material fertigen. So wird für die Passanten auf dem Gelände neben der Galerie einmal monatlich eine neue ungewöhnliche Skulptur zu sehen sein.

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