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Moritz ließ die Sirene heulen

Museumstag in Gnutz Moritz ließ die Sirene heulen

„Wer hat den Donnerbalken angesägt?“, ertönte der Gesang von Sebastian „Der Schalk“ Eckert in Begleitung der Gitarre von Thorsten „Der Dunkelschelm“ Carstensen über den Hof des Museums in Gnutz. Zum Fest am Internationalen Museumstag brachte das Duo mit zotigen und traditionellen Liedern Museumsleiter Karl von Puttkamer ein Ständchen. Rundherum tummelten sich die Besucher und probierten hier und da alte Handwerkskunst aus.

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Dem fünfjährigen Moritz aus Nortorf macht es riesigen Spaß, eine alte Feuerwehr-Sirene zum Jaulen zu bringen. Seine Mutter Kathrin Brettschneider freut sich, dass der Kleine hier solche Dinge kennenlernen kann.

Quelle: Nora Saric

Gnutz. Die sechsjährige Marla aus Lübeck filzte eifrig einen bunten Ball aus Schafswolle. „Ich weiß noch nicht genau, was ich damit machen will“, meinte sie und dachte über ein Kegelspiel nach. Filzkünstlerin Inken Jensen-Klose aus Haale ging dem Mädchen zur Hand. „Die Wolle kommt von den pink- und türkis-farbenen Schafen, nicht wahr?“, scherzte sie mit Marla.

 „Das ist wirklich nett hier“, fand Christina Lüdeke aus Groß Vollstedt, die mit Wolle ihrer drei Pommerschen Landschafe den Besuchern alte Spinnkunst zeigte. Plötzlich ertönte lautes Jaulen. Moritz (5) aus Nortorf hatte die alten Feuerwehr-Sirenen entdeckt und kurbelte sie ordentlich an. Die waren laut Karl von Puttkamer kurz nach dem 2. Weltkrieg im Einsatz. „Endlich darf man mal Krach machen“, meinte seine Mutter Kathrin Brettschneider lachend. „Mit solchen alten Gegenständen kommen unsere Kinder sonst gar nicht mehr in Berührung“, wusste sie die Museumsstücke zu schätzen und: „Es ist hier einfach schön, weil es so klein und übersichtlich ist. Wir sind mit drei Kindern hier und können sie einfach laufen lassen.“ Gefilzt hatte Moritz auch schon – und Fossilien gehämmert.

 Das bot Marco Olschewski aus Eckernförde an. Die Kalksteine stammen aus Franken. Und darin verborgen: Ammoniten, urzeitliche Tintenfische. „Das Freilegen ist toll, um die Kinder für die Geschichte der Urzeit zu interessieren“, sagte er. Gleich nebenan demonstrierten Ursula Henze aus Flintbek und Anne Schlüter aus Kiel, wie nach alter Tradition Butter hergestellt wird. Dafür nutzten sie ein Butterfass aus dem Museum. „Genau so hat man es früher auf den Bauernhöfen gemacht“, so Henze.

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