18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Melken – schwieriger als gedacht

Warder Melken – schwieriger als gedacht

„Bis ich ein Glas Milch voll hätte, würde es sehr lange dauern“, stellte der siebenjährige Henri am Sonntag fest, als er versuchte, die Modellkuh zu melken. Diese Erfahrung machte der Junge beim Rindertag im Tierpark Arche Warder.

Voriger Artikel
Gemeinde macht Holz zu Geld
Nächster Artikel
Jakobskreuzkraut ausgegraben

Zwölf Rinderrassen, wie das ungarische Steppenrind (links) und das deutsche schwarzbunte Niederungsrind, können die Besucher im Tierpark bestaunen.

Quelle: Sven Janssen

Das Unterschnallen des Melkschemels war noch einfach und auch die Technik, dass man an den Zitzen nicht zieht, sondern die Milch durch Schließen der Hand vom Zeigefinger bis zum kleinen Finger herausdrückt, hatte der junge Büdelsdorfer schnell verstanden und doch wollte die Milch nicht so recht fließen. „Das hätte ich mir einfacher vorgestellt“, sagte er und befand sich dabei in guter Gesellschaft.

 Beim Rindertag im Tierpark Arche Warder konnte aber nicht nur Melken geübt werden. Auch die insgesamt zwölf Rinderrassen, die auf dem Gelände grasen, wurden den Besuchern näher gebracht. „Ich mag am liebsten die schwarz-weißen Kühe“, verkündete Zora (5) aus Hamburg, die den Rundgang zur Fütterung mitmachte. Das deutsche schwarzbunte Niederungsrind, wie die Rasse tatsächlich heißt, ist ein Vorläufer des Holsteiner Frisian. „Diese Rassen sind vom Aussterben bedroht, weil sie nicht wirtschaftlich sind“, erklärte Daniela Müller, Assistentin in der Tierzucht. „Die Tiere heute werden auf Leistung gezüchtet, entweder, um viel Milch zu geben oder schnell Fleisch anzusetzen“, erklärte die Agrarwissenschaftlerin. Für die Landwirtschaft seien alte Rassen uninteressant, da sie nicht rentabel seien. So gibt eine alte Rinderrasse nur rund 6000 Liter Milch nach dem Kalben, die hochgezüchtete Kuh aber mindestens 12000 Liter.

 Juri, das ungarische Steppenrind, stand während der Erklärungen kauend daneben. Mit seinen über 50 Zentimeter langen Hörnern ist er eine imposante Erscheinung. „Neulich hat er sogar in einem Film mitgespielt“, verriet Müller. Trotzdem sei Vorsicht geboten. „Er ist sehr scheu, und die Hörner darf man nicht unterschätzen.“ Zora gefiel das schleckende Ungetüm trotzdem, auch wenn sie sicherheitshalber mal ein wenig Abstand gehalten hat.

 Nach der Fütterungstour konnte man den Tierpark von der Kutsche aus erleben, mal auf einem Rind reiten oder sich passend zum Tagesmotto schminken lassen. Immer wieder sorgte aber vor allem das Ausprobieren und Erleben – nicht nur bei den Kindern – für einen echten Aha-Effekt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3