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Bester Pausenhof im Norden

Eichendorff-Schule ausgezeichnet Bester Pausenhof im Norden

Große Auszeichnung für die Eichendorff-Schule. Als einzige Schule im Norden wurde sie für ihren Pausenhof ausgezeichnet.

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Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Wie sieht der Schulhof der Zukunft aus? Vielleicht so, wie der der Eichendorff-Schule in Kronshagen. Das naturnah gestaltete Spielparadies erhielt jetzt einen mit 2000 Euro dotierten Preis der Stiftung Lebendige Stadt sowie der Deutschen Umwelthilfe. Die Schirmherrschaft des Wettbewerbs übernahm Bundesministerin Barbara Hendricks.

 „Seit sechs Jahren arbeiten wir an diesem Pausenhof. Wir haben die Auszeichnung wirklich verdient“, sagt Rektor Stefan Ziervogel. Bundesweit erhielten nur zehn von 536 Schulen diese Auszeichnung. Die Eichendorff-Schule mit etwa 290 Kindern war die einzige im Norden – Asphalt ist bei ihr ein Fremdwort. Nach dem großen Schulumbau gab die damalige Rektorin Renate Graetsch 2009 den Anstoß für einen einjährigen Planungsprozess, an dem sich Schüler, Eltern und Lehrer mit Ideen, Diskussionen und später auch mit tatkräftigem Einsatz beteiligten.

 „Seither steckten sie bis zu 4000 Arbeitsstunden in Umwandlung, Weiterentwicklung und Pflege des knapp ein Hektar großen Pausenhofes“, bilanziert Ziervogel. Förderverein und Sponsoren machten die Anschaffung von zusätzlichen Spielgeräten möglich – zuletzt entstand ein Indianerdorf mit Weidentipis und Holzpferden.

 Nach dem Umbau war durch Abraum eine Hügellandschaft zurückgeblieben, die durch eigene Hände und fachlicher Unterstützung von Christoph Simonis (Mut zur Wildnis) in einen grünen Dschungel mit vielen Spielgeräten verwandelt wurde. „Jedes Kind findet hier etwas für sich, sogar ein Versteck“, sagt Ziervogel. In den Pausen sind Kinder ständig in Bewegung, bahnen sich den Weg durch Weidengeflechte, erklimmen Hügel, klettern im Niedrigseilgarten einer Eichenallee und balancieren auf Balken. Überschüssige Energie bauen die Kinder beim Spielen und Toben ab. „Das trägt enorm zur Ruhe im Unterricht bei“, stellt der Rektor fest.

 Die hohe Qualität der Spiellandschaft gibt es nicht umsonst. Zweimal im Jahr, jeweils sonnabends, treffen sich Schüler, Eltern und Lehrer zum Gartentag, um die üppig wuchernde Natur im Zaum zu halten. Beim nächsten Arbeitseinsatz am 26. September will auch Ministerpräsident Torsten Albig der Schule einen Besuch abstatten und ihr für das Engagement danken.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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