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Bordesholm-Bilder am Tunnel

Ideen gesucht Bordesholm-Bilder am Tunnel

Schrill abstrakt, knallig bunt oder realistisch – der Kreativität sind vorerst keine Grenzen gesetzt: Die Gemeinde Bordesholm sucht künstlerische Hingucker für die Wände am neuen Fußgängertunnel am Bahnhof. Bis zum 15. Juni dürfen sich Jugendeinrichtungen, aber auch Vereine mit Vorschlägen bewerben.

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In der Klinkerwand sind mehrere sogenannte Zugfenster vorgesehen, die individuell gestaltet werden können. Es ist auch geplant, die Motive im sechsmonatigen Rhythmus wieder auszutauschen. Die genaue Größe der Fenster steht noch nicht fest, ein bis zwei Quadratmeter werden es wohl sein.

Quelle: Montage Gemeinde Bordesholm

Bordesholm. Die genaue Größe der hochformatigen, rechteckigen Präsentationsflächen, die natürlich wetterfest ist, steht noch nicht fest. Ilona Ingewersen von der Amtsverwaltung geht von ein bis zwei Quadratmetern aus. „Es wird sich um aluminiumbeschichtete Kunststoffplatten handeln, die auf die Klinkerwand geschraubt werden“, führte sie im Gespräch mit unserer Zeitung aus. Zehn solcher Zugfenster sollen auf die Tunnelwände verteilt werden. Die roten Klinkersteine haben mittlerweile die Ergebnisse des Graffiti-Projekts von vor über 20 Jahren überdeckt.

 „Vielleicht ist es dem einen oder anderen zu eintönig oder die Optik gar zu spießig“, heißt es in dem jetzt veröffentlichten Aufruf von Ilona Ingwersen. Die Nachwuchskünstler sollen darstellen, was typisch für den Ort ist, was ihren Verein und sie selbst ausmacht. Die thematischen Grenzen sind natürlich weit gefasst. Frank Bertram, Leiter des kommunalen Kinder- und Jugendtreffs, sowie der Künstler Harald Boigs begleiten das Projekt und sind auch Ansprechpartner bei der Umsetzung. Der Bauausschuss der Gemeinde wird sich mit diesem Kunstprojekt in seiner Sitzung am 9. Juni befassen.

 Mit einer öffentlichen Vernissage im Spätsommer sollen die Galerie eingeweiht werden. „Ich bin gespannt, was da für Vorschläge gemacht werden“, so Ingwersen. Die ausgewählten Motiv werden immer für sechs Monate in einem sogenannten Zugfenster präsentiert und anschließend gegen neue ausgetauscht.

 Der Umbau des Bahnhofsplatzes samt Fußgängertunnel schreitet zügig voran. Im Juni sollte alles im Bereich der Rampe auf der Seite des Rathauses fertig sein, betonte Ingwersen. Zurzeit verlegen die Bauarbeiten das Pflaster für die behindertengerechte Rampe zur Mühlenstraße. In der kommenden Woche wird es einen Ortstermin im Fußgängertunnel selbst geben, bei dem über die neue Beleuchtung gesprochen wird.

 Wenn das alles fertig ist, dann wird mit der Amphitheater ähnliche Aufweitung zum Rathaus begonnen und die von vielen Bürgern als zu steil empfundene Treppe am Bahnhof abgeflacht. Im Juni soll dann auch der neue Abstellplatz für Fahrräder, der parallel zur Rampe zu finden sein wird, aufgebaut werden.

 Insgesamt kostet der Umbau des Bahnhofsbereiches 1,1 Millionen Euro. Es handelt sich um ein Projekt der Städtebauförderung, bei dem die Kommune nur ein Drittel der Kosten bezahlen muss.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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