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Erdkorn zieht an den Marktplatz

Bewegung in der Innenstadt Nortorf Erdkorn zieht an den Marktplatz

Weniger Leerstand in der Innenstadt in Nortorf: Der Bio-Supermarkt Erdkorn vergrößert sich und zieht vom alten Mühlenspeicher am Rande der City an einen zentralen Standort am Marktplatz. Wo bis 2013 der Tedi-Markt ansässig war, gibt es bald Bio-Lebensmittel.

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Filialleiterin Sandra Schreibe und Erdkorn-Geschäftsführer Samir Besic in den neuen Geschäftsräumen des Bio-Lebensmittelhandels in Nortorf. Die Filiale zieht von der Johannisstraße ins Zentrum an die Poststraße um.

Quelle: Sven Detlefsen

Nortorf. Ein großer Geschäftsleerstand in der Innenstadt soll im Februar enden. Der Bio-Lebensmittelfilialist Erdkorn zieht in die Poststraße am Markt in die ehemaligen Tedi-Geschäftsräume ein. Die Ausbauarbeiten haben bereits begonnen. Erdkorn betreibt sein Geschäft bislang in dem alten Mühlenspeicher an der Johannisstraße. In der Innenstadt gibt es dennoch eine ganze Reihe weiterer Leerstände.

 Es ist die Toplage und eine der ersten Adressen in Nortorfs Zentrum. Bis zum Jahr 1999 residierte dort das traditionsreiche Textil-Kaufhaus Eimo-Hinrichs. Anschließend waren verschiedene Mieter in dem Objekt, bis Juni 2008 eine Rossmann-Filiale, anschließend bis 2013 ein Tedi-Markt. Seitdem stand das über 400 Quadratmeter große Geschäft leer.

 Durch den Umzug ins Zentrum verdoppelt die Erdkorn-Filiale ihre Verkaufsfläche. Seit Ende 2011 ist die zehn Jahre zuvor in Hamburg gegründete Bio-Supermarktkette in Nortorf vertreten. Neun Märkte im „Hofladen-Stil“, unter anderem in Kiel, Hamburg und Berlin, vertreiben Obst und Gemüse, Brot und Getreide sowie Milchprodukte, Tofu, Fleisch, Käse, Eier, Säfte, Tiefkühlprodukte, Babynahrung, Tiernahrung, Kosmetikartikel und Reinigungsmittel in Bioqualität.

 Der Mühlenspeicher, 1818 als Getreidehandel von Claus Frederik Grell gegründet, ist bereits seit 1986 eine Adresse für Bio in Nortorf. Grell Naturkost, heute Großhändler für Naturkost mit Sitz in Kaltenkirchen, ist daraus hervorgegangen. Auch Samir Besic, Geschäftsführer von Erdkorn, ist als Mitarbeiter von Grell ins Biogeschäft eingestiegen und seit 2009 Geschäftsführer von Erdkorn.

 Mit Filialleiterin Sandra Scheibe setzt Besic in Nortorf auf die neue Immobilie in zentralerer Lage. Mit 430 Quadratmetern Verkaufsfläche sei die Filiale die kleinste der Kette. Sieben Mitarbeiter hat Erdkorn in Nortorf bislang. Die gesamte Mannschaft zieht mit um, erklärt Sandra Scheibe. In der verkehrsberuhigten Innenstadt gibt es viele Stellplätze vor der Ladentür. „Das sind zwar nicht mehr unsere eigenen, aber unsere Kunden sollten uns dennoch gut erreichen können“, sagt Besic. Mit Stehtischen vor der Tür für Kaffee und Snacks soll Passanten ein Angebot gemacht werden.

 Ein Lücke ist damit gefüllt, aber es bleiben weitere leerstehende Geschäfte. Direkt um die Ecke haben gerade eine kleine Bankfiliale und ein Textilgeschäft geschlossen. Daneben, in Richtung Kirchhofstraße, warten noch zwei Läden im Erdgeschoss eines neuen Wohnhauses auf Mieter. Und auch an der unteren Poststraße stehen noch Geschäftsräume leer.

 Die Schwerpunkte in Nortorfs Zentrum hatten sich durch den Umzug im September 2014 von Edeka und Aldi ins neue Gewerbegebiet auf dem ehemaligen OK-Media-Gelände verschoben. Mit dem Bio-Supermarkt holt das Zentrum am Marktplatz wieder ein Stück auf.

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Ein Artikel von
Sven Detlefsen
Ressortleiter Holsteiner Zeitung

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