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Kunst auf Höfen und Äckern

Bissee Kunst auf Höfen und Äckern

Die Vorbereitungen für die Skulpturenausstellung „Galerie und Landschaft“ in Bissee laufen auf Hochtouren. Mit Hilfe von Maschinen und Werkzeugen stellen derzeit die Künstler zusammen mit den Organisatoren die Objekte in Gärten, in Einfahrten, zwischen Bäumen oder auf dem Acker auf. Eine Skulptur in der Open Air-Schau, die am 30. Mai eröffnet wird, entsteht erst direkt vor Ort – mit jeder Menge Buddelei im Mutterboden.

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Per Radlader transportierten Jürgen Gerling und Dieter Mengel (am Steuer) Figuren von Henning Spitzer durchs Dorf.

Quelle: Sven Tietgen

Bissee. Die Wiese mit dem Obstbäumen nahe der Bushaltestelle hat sich der Künstler Peter Lundberg aus ganz praktischen Erwägungen ausgesucht. „Der Kran kann zum Hochheben der Skulptur auf der Straße stehen. Auf der Wiese würde er einsacken und käme vielleicht nicht mehr raus“, meinte der US-Amerikaner. Mit Egon Blitza vom Verein „Skulptur in Bissee“ hat der 54-jährige Bildhauer erst mit dem Bagger und dann mit Schaufeln eine Negativform tief in die Wiesenerde gegraben. Der eiförmig mit zwei „Hörnern“ gestaltete Graben wird mit Armiereisen und Beton gefüllt und muss dann über Pfingsten aushärten. Nächste Woche soll ein Kran das sieben Meter hohe Gebilde mit dem Titel „Der Mann in den Wolken“ aus der Erde holen.

 „Das ist jedes Mal ein ganz besonderer Moment“, erklärte der Künstler, dessen organisch anmutende Werke seit 20 Jahren weltweit ausgestellt werden und mehrfach ausgezeichnet wurden. Das Dorf findet Peter Lundberg „unglaublich schön“.

 Seine dänische Kollegin Bodil Arbjerg Lundby stimmt dem zu. „Das ist eine nette Gegend mit netten Leuten“, urteilte die Bildhauerin aus Højer, die mit Ehemann Peter Lundby sowie den Helfern Jürgen Gerling, Dieter Mengel und Erik Russ die Kopf-Skulptur „Diabas Magie“ in der Einfahrt des Hofes Reese platzierte. Auf dem Hof wird die 18. Auflage der Skulpurenausstellung mit einer Vernissage am Sonnabend, 30. Mai, um 16 Uhr eröffnet. Als Redner hat der Kieler Generalmusikdirektor Georg Fritzsch zugesagt, Musik gibt es vom Duo Sax – S. Kunsthistorikerin Tomke Stiasny nimmt die Besucher um 17.30 Uhr mit auf eine Führung durch die Schau, die auf Vielfalt setzt.

 „Wir haben bewusst auf ein bestimmtes Motto verzichtet, das hätte uns möglicherweise eingeengt“, erklärte Karin Russ vom Organisationsteam. Neben zwölf Bildhauern stellt die Profilklasse Kunst der Neumünsteraner Immanuel-Kant-Schule ihre Werke aus. Zu sehen sind die Exponate bis zum 15. Oktober im gesamten Dorfgebiet. Dankbar sind die ehrenamtlichen Macher für die Unterstützung von Sponsoren. Sie wünschen sich für die Zukunft aber auch weitere aktive Mitstreiter im Verein. „Es wäre schön, wenn ein paar junge Leute aus der Region zu uns stoßen würden.“

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