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BHKW für Rathaus und Kirche

Nortorf BHKW für Rathaus und Kirche

Die erste Weiche für ein Blockheizkraftwerk, das Kirche, Kirchenbüro, Gemeindehaus, Rathaus und ehemaliges Pastorat in Nortorf mit Wärme versorgen soll, wurde im Umweltausschuss gestellt. Mit einer Gegenstimme wurde das Projekt der Stadtwerke Nortorf der Stadtverordnetenversammlung zur Entscheidung empfohlen.

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Das Blockheizkraftwerk könnte vom Keller des Rathauses (hinten) auch das Kirchenbüro im weißen Gebäude (vorn), dazu das Markushaus, die Kirche und das ehemalige Pastorat mit Wärme versorgen.

Quelle: Beate König

Nortorf. Kerrin Bracker von den Stadtwerken erläuterte das zugrunde liegende Vertragskonstrukt: Die Stadt muss das Projekt in ihren Haushalt einstellen. Nur, wenn die Stadt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über das Programm 432 Fördermittel für ein integriertes Quartierskonzept beantragt, können 65 Prozent der zuschussfähigen Kosten von der KfW übernommen werden. Bis zu 20 Prozent Fördermittel vom Land können ebenfalls eingeworben werden. Für die Stadt bleiben dann lediglich 15 Prozent der Kosten übrig, die sie sich mit der Kirche teilen kann. Die Stadtwerke werden Betreiber der Anlage. „Die laufenden Kosten und die Reparaturen übernehmen wir“, sagte Bracker, der in Aussicht stellte, dass bis zu 30 Prozent Energie mit der neuen Technik gespart werden können.

 Das BHW soll in einem Kellerraum des Rathauses installiert werden, von dort laufen Trassen unter der Niedernstraße und quer vor dem Haupteingang der Kirche zu den Heizungen der angeschlossenen Häusern und der Kirche. Der Raum soll mit Schallmatten isoliert werden, der Motor wird auf einem schalldämmenden Sockel installiert.

 Das Blockheizkraftwerk arbeitet mit einem konventionellen Gas-Verbrennungsmotor aus der Automobilindustrie, erläuterte Bracker. „Es besteht auch die Möglichkeit, Biogas zu verfeuern. Dann sind allerdings die Preise deutlich höher.“ Die Energie, die das Kraftwerk erzeugt, wird doppelt genutzt: Der Motor erzeugt Strom. Die dabei entstehende Wärme wird zum Heizen verwendet. Torben Ackermann (CDU) war sofort überzeugt von der Technologie: „Kraftwärmekopplung gibt es seit Jahren. Das ist das Nonplusultra.“ Holger Krüger (FDP) blieb skeptisch: „Um Kohlendioxid zu sparen, läuft ein Verbrennungsmotor? Wie soll das funktionieren?“ Bürgermeister Horst Krebs erinnerte: Im Schulbereich hat die Stadt bereits gute Erfahrungen mit einem Blockheizkraftwerk.

 Das BHW ist am Donnerstag, 17. November, um 19.30 Uhr Thema im Haupt- und Finanzausschuss, der im Rathaus, Niedernstraße 6, tagt.

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