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Zweckverband investiert 1,3 Millionen und senkt Gebühren

Spatenstich für Klärschlamm-Vererdungs-Anlage Zweckverband investiert 1,3 Millionen und senkt Gebühren

Mit einem symbolischen Spatenstich starteten Vertreter des Abwasserzweckverbandes Bordesholmer Land (AZV) und der Firma Eko-Plant mit den Bauarbeiten für die neue Klärschlammvererdungsanlage im Klärwerk Reesdorf.

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Mit symbolischen Spatenstichen starteten Susanne Albert, Peter Peters und Helmut Tiede (rechts) offiziell die Bauarbeiten für die neue Klärwerksanlage.

Quelle: Tietgen

Reesdorf. Bestens gelaunt erläuterte Verbandsvorsteher Helmut Tiede das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 1,3 Millionen Euro – und kündigte zugleich eine Senkung der Abwassergebühren an.

 Ab Januar 2016 können die rund 3500 angeschlossenen Haushalte in Bordesholm, Wattenbek, Brügge, Reesdorf und Bissee die Gebührensenkung einplanen. Die genauen Zahlen will der AZV in der nächsten Verbandsversammlung im September bekanntgeben. „Es wird eine fühlbare Entlastung geben“, betonte Tiede beim offiziellen Baustart am Mittwoch.

 Zusammen mit Vertriebsingenieur Peter Peters von der Herstellerfirma erläuterte Tiede die Hintergründe sowie die Arbeitsweise der neuen Anlage, die im nächsten Jahr angeschlossen wird. Die „Hauptarbeit“ übernehmen 30000 Schilfpflanzen auf einer Fläche von rund zwei Hektar 200 Meter östlich des Klärwerks.

 Im Zusammenspiel mit dem Sonnenlicht wandelt das in Beeten gesetzte Schilf den Klärschlamm zu Kompostmaterial für die Landwirtschaft um. Nach acht Jahren wird das Endprodukt erstmals aus den Vererdungspoldern abtransportiert. An Betriebskosten fallen nur geringe Strommengen für das Pumpen der noch flüssigen Abwasserprodukte aus den SBR-Behältern in die Vererdungsanlage an. Bislang wurde das Abwasser in einer Klärschlammpresse unter Kalkzugaben verarbeitet, dabei fielen hohe Kosten für Strom, Kalk und den Abtransport des trockenen Abwasserendprodukts an. Vor 18 Jahren wurde die Filterpresse auf einem extra zugekauften Grundstück für rund 500000 Euro errichtet. „Im Winter hatten wir bei Frost manchmal Probleme, das Gebäude mit der Filterpresse auf Betriebstemperatur zu bringen“, erzählte Helmut Tiede.

 Drei Jahre beschäftigten sich die Zweckverbandsvertreter mit der neuen Technik, besichtigten Anlagen auf Fehmarn und in Büsum, stellten Berechnungen an und gaben eine Machbarkeitsstudie in Auftrag.

 Zukünftig wird die Menge an Klärschlamm, die aus den jährlich 500000 Kubikmetern Abwässer entstehen, deutlich reduziert, führte Tiede weiter aus. Zugleich wird es erheblich weniger Lkw-Transporte geben, der Stromverbrauch wird stark reduziert und viel weniger Kohlendioxid verbraucht. „Unsere oberste Maxime war, dass die Zahlen stimmen müssen, und das ist hier der Fall“, so Tiede. ti

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