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Ärger um Plakat zum Bürgerentscheid

Bordesholm Ärger um Plakat zum Bürgerentscheid

Drei Tagen vor dem Bürgerentscheid in Bordesholm über die Zukunft des Veranstaltungsplatzes sorgt eine Plakat- und Flugblattaktion der Gemeinde für Zündstoff. Bürgermeister Helmut Tiede fordert die Wahlberechtigten auf, mit Nein zu stimmen - um damit Ja zu neuen Wohnbauflächen zu sagen.

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Darum geht es: Der Veranstaltungs- und Reitplatz (vorne) in Bordesholm an der L318. Die Gemeinde will ein sechs Hektar großes Areal als Neubaugebiet ausweisen. Die Initiative kämpft für den Erhalt des Platzes als Rückzugsort für Naherholungssuchende.

Quelle: Sven Janssen

Bordesholm. Neun von diesen bunten Plakaten sind in Bordesholm aufgehängt worden. Zudem ist das Plakat als DIN-A-4-Flugblatt auch einem Wochenblatt, das an alle Haushalte verteilt wird, beigelegt worden. Bei der Bürgerinitiative zum Erhalt des Festplatzes stößt das Vorgehen auf Kritik.  „Wir fragen uns, wer das beauftragt und bezahlt hat, und ob das rechtlich einwandfrei ist“, betonte Maike Brzskala, eine der drei Vertretungsberechtigten der Initiative für den Erhalt des Festplatzes.

Wer Ja ankreuzt, stimmt gegen eine Bebauung

Amtsdirektor Heinrich Lembrecht betonte, die Plakat- und Flugblattaktion sei keine Sache der Verwaltung. Bürgermeister Helmut Tiede sagte, dass er als Vorsitzender der Gemeindevertretung, die im Dezember mit großer Mehrheit von SPD, CDU, FDP und UWB den Ausstellungsbeschluss für die Bebauung beschlossen habe, die Plakataktion veranlasst habe – vor allem um auf die aus seiner Sicht komplizierte Abstimmung hinzuweisen. Wer mit „Ja“ stimmt, ist gegen die Bebauung.

14,7 Prozent haben schon abgestimmt

950 Wahlberechtigte (14,7 Prozent) haben beim Bürgerentscheid bis Donnerstag ihre Stimmen per Briefwahl oder im Rathaus bereits abgegeben. Die übrigen 5500 ab 16 Jahren sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr zur Abstimmung parallel zur Bundestagswahl aufgerufen.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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