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Bahn eröffnet Video-Reisezentrum

Bordesholm Bahn eröffnet Video-Reisezentrum

Die Bahn AG hat am Donnerstag im Bahnhof Bordesholm das erste Videoreise-Zentrum eröffnet. Fahrgäste können sich im Wartesaal über Bildschirm, Mikrofon und Lautsprecher auf Knopfdruck persönlich mit einem Reiseberater verbinden lassen, Fahrkarten bestellen und ausdrucken oder sich Informationen geben lassen. Die Investition: 45000 Euro.

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Das rote Band zerschnitten Beate Steps (DB Vertrieb), Torsten Reh (DB Regio), die Bahnbevollmächtigte Manuela Herbort und Amtsdirektor Heinrich Lembrecht.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Klaus Müller, der am Donnerstagmorgen als erster Kunde das neue Video-Reisezentrum der Deutschen Bahn (DB) in Bordesholm für seinen Fahrkartenkauf ins Ruhrgebiet und Rheinland genutzt hat, ist begeistert: „Die Technik ist klasse und ziemlich charmant.“ Kinderleicht, da müsse er nicht ins Reisezentrum nach Kiel oder Neumünster. Nach der erfolgreichen Einführung in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern will die Bahn diese Vertriebsform nun auch in Norddeutschland in kleineren Bahnhöfen ohne Personal etablieren – Bordesholm ist Pilotprojekt.

Und so funktioniert das System, für das im Bordesholmer Bahnhof eine gut fünf Quadratmeter große Nische geschaffen wurde. Klaus Müller drückt auf den großen grünen Startbutton und Sekunden später erscheint auf dem Bildschirm Gabi Zeidler, die ihn mit fränkischem Akzent freundlich begrüßt. Die Kundendienstberaterin sitzt in Schweinfurt und gehört mit zum Team, das alle Video-Reisezentren bedient. Über eine Web-Kamera kann auch sie die Kunden sehen. Das Ganze funktioniert wie Skype.

Der Bordesholmer erklärt ihr seinen Wunsch, und sie sucht die passenden Verbindungen heraus, die auf dem Automatendisplay angezeigt werden. Im Gespräch werden Bahncard, Sparpreis und sonstige Vergünstigungen oder Reservierung angesprochen und auf Wunsch berücksichtigt. Bezahlt werden kann per Kredit- oder EC-Karte sowie mit Bargeld. „Das Ganze macht hier mehr Spaß als zu Hause am Computer. Auch eine Rabattaktion aus der Tageszeitung wurde berücksichtigt“, sagt Müller.

Ansprechpartner bleibt wichtig

Mit den Video-Reisezentren wolle man den veränderten Kundenwünschen in der digitalen Welt entgegenkommen, sagte Beate Steps vom DB-Vertrieb. Nur noch 17 Prozent der Kunden würden ihr Ticket am Schalter kaufen. „Aber eigentlich finden viele einen persönlichen Ansprechpartner beim Buchen dennoch wichtig.“ Mit dieser Video-Vertriebsform habe man eine moderne und innovative Lösung dazwischen gefunden. Die Wartezeiten soll relativ gering sein. Ein Berater ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und sonnabends von 8 bis 13 Uhr auf Knopfdruck präsent.

Manuela Herbort, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, hat am Donnerstag zusammen mit Vertretern aus dem Amt Bordesholm und DB-Vertretern symbolisch das roten Band für die neue Technik durchschnitten. Rund 45.000 Euro hat die Bahn in dieses neue Vertriebsformat investiert. Der Konzern plant auch, für Norddeutschland ein Online-Kundenberaterteam zusammenzustellen.

Bordesholms Amtsdirektor Heinrich Lembrecht sagte stolz: Man sei in Bordesholm hellauf begeistert, dass der 1921 gebaute und bis 2008 für knapp 600.000 Euro sanierte Bahnhof als Pilotprojekt für ganz Norddeutschland ausgewählt wurde. „Toll, dass man seine Sorgen und Nöte beim Fahrkartenkauf hier im Bahnhof auch jemandem persönlich sagen kann.“

Aus einem weiteren Wunsch machte Lembrecht keinen Hehl: Der Amtsdirektor fände es sehr schön, wenn demnächst im Bahnhof auch ein Zug mit dem Namen „Bordesholm“ halten würde.

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