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Alle sicherheitsrelevanten Bäume werden erfasst

Baumkataster kommt Alle sicherheitsrelevanten Bäume werden erfasst

Werden die Bäume in der Finnenhaussiedlung in Bordesholm bald deutlich zurückgeschnitten? Das Lichtraumprofil stimmt in vielen Straßenzügen nicht. Das Amt will jetzt außerdem alle sicherheitsrelevanten Bäume in einem Kataster erfassen.

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Umwelttechnikerin Lena Paschko wird per Tablett-Smartphone ein Kataster aller wichtigen Bäume erstellen.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Goldbraun präsentierte sich die Steenredder-Allee am Mittwoch in der spärlichen Mittagssonne den Spaziergängern. Dem stimmungsvollen Herbstbild kann Sven Ingwersen, Leiter des Ordnungsamtes des Amts, wegen der Verkehrssicherungspflicht der Kommune aber nur bedingt etwas abgewinnen.„In einigen Bereichen der Finnenhaussiedlung ist das Lichtraumprofil grenzwertig, das Problem müssen wir irgendwann angehen“, kündigte er im Gespräch an. Zunächst wird aber Lena Paschko, Umwelttechnikerin des Amts, ein Kataster mit den wichtigen Bäume im ganzen Ort erstellen – dazu ist ein elektronisches Gerät, eine Mischung aus Tablett und Smartphone samt Software für 7000 Euro gekauft worden.

 Die vor 50 bis 60 Jahren in der Siedlung gepflanzten Linden, Kastanien und Ahorne seien nicht standortgerecht und viel zu dicht an der Straße gepflanzt worden. Etliche Äste ragen weit in den Straßenraum hinein. „An jedem dritten Ast sind Kratzer von großen Fahrzeugen zu finden“, so Ingwersen. Außerdem würden in Teilbereichen durch den Wurzeldruck die Granitborde hochkommen oder der Asphalt beschädigt. Eine Lösung hat er noch nicht. Da müsse sich auch die Politik mit befassen. „Man kann ja nicht die Siedlung einfach für die großen Laster sperren.“ Damit die Kommune auf der sicheren Seite bleibe und Unfälle ausgeschlossen werden können, müsste aber was passieren.

 Durch das Baumkataster soll die Pflege optimiert werden. Es wird einen Überblick über den Bestand, Zustand des „sicherheitsrelevanten Großgrüns“ und bereits erfolgte Maßnahmen bieten, auf den schnell zugegriffen werden kann. Lena Paschko wird auch das Gefährdungspotenzial bewerten und den Baum mit dem gelb-schwarzen Gerät fotografieren. Wie viele Bäume unter die Lupe genommen werden, ist unbekannt. Pro Baum rechnet Paschko mit einem Arbeitsaufwand von zehn Minuten. Nach und nach will das Amt die Ergebnisse in das Geographische Informationssystem (GIS) einpflegen. Großgrün auf Privatgrundstücken wird übrigens nicht erfasst.

 Für zwei große Maßnahmen hat das Amt Bordesholm, wie berichtet, Genehmigungen bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises beantragt: für die Fällung von acht kranken Kastanien in der Alten Landstraße und den 50- bis 65-prozentigen Kronenrückschnitt im gesamten Schlagholm. Ob es auch im Amtmannspark am Bordesholmer See, wo zuletzt drei große Kastanien verschwanden, und in der Allee entlang des Rundwegs neben der Badestelle zu Maßnahmen kommen wird, ist offen. „Wo wir nicht müssen, setzen wir auch nicht die Säge an“, versicherte Ingwersen. Und um ganz sicher zu gehen, hole man sich oft auch den Rat eines Gutachters ein, betonte Paschko zur Vorgehensweise. Vor kurzem seien im Naturerlebnisraum Stintgraben, am alten Reitplatz und an Spielplätzen bereits mehrere Bäume gefällt worden.

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Frank Scheer
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