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Frühstück zum Spatenstich

Bordesholm Frühstück zum Spatenstich

Die in Bordesholm heiß diskutierte Umgestaltung der Bahnhofstraße hat begonnen. Mit einem ersten Spatenstich startete Bürgermeister Helmut Tiede am Sonnabend die Bauarbeiten, die voraussichtlich bis November dauern werden.

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Zum Auftakt der baulichen Umgestaltung der Bahnhofstraße in Bordesholm zerlegte ein Bagger in der Einkaufsstraße einen der steinernen Blumenkästen.

Quelle: Karsten Leng

Bordesholm. Rund 70 Bordesholmer ließen es sich nehmen, am Sonnabend zum Start der baulichen Umgestaltung der Bahnhofstraße um Punkt 10 Uhr zu erscheinen. Schachtmeister Andreas Robe hatte seinen nagelneuen Bagger vor dem Gebäude der Sparkasse positioniert. Da leichter Regen herrschte, hatten sich die Zaungäste auf der anderen Straßenseite unter der Überdachung der Bäckerei Steiskal versammelt. Genüsslich wurden dabei mit Käse, Salami oder Ei belegte Brötchen verdrückt - ein Geschenk der Gemeinde. „Wir haben bei den Bäckereien Steiskal und Andresen 100 belegte Handwerkerbrötchen geordert“, berichtete Tiede. Die Gutscheine dafür waren schnell vergriffen und so mancher Gast musste ohne kostenfreies Brötchen der Zeremonie folgen.

Letzte Baumaßnahme im Rahmen des Stadtumbaus

Dann griff der Bürgermeister zum Spaten. Assistiert von Schachtmeister Robe buddelte Tiede neben dem Bagger aus einem der in Stein eingefassten Blumenkästen ein Stiefmütterchen aus. Erwartungsvoll hatte sich Birgit Weiske mit einem Plastikkorb dazu gesellt. „Die Gemeinde hat versprochen, dass jeder der möchte, sich aus den Kästen die Pflanzen aussuchen darf, die er mag“, erklärte die Eckernförderin. Sie arbeitet in einer Zahnarztpraxis, die an der Bahnhofstraße liegt. „Wir sind von der Baumaßnahme vermutlich ab September betroffen. Wir gehen davon aus, dass es dann chaotische Zustände wegen der Zufahrt zur Praxis geben wird“, orakelte Birgit Weiske. Kaum hatte Tiede das Stiefmütterchen ausgebuddelt, landete es im Drahtkorb der Zuschauerin. Danach schwang sich der Schachtmeister in die Führerkabine seines Baggers, schmiss den Motor an und machte dem Blumenkasten mit drei „Bissen“ seiner Baggerschaufel den Garaus. „Diese Baumaßnahme ist die letzte im Rahmen unseres Stadtumbaus“, erklärte der Bürgermeister.

Einzelhandel sieht Bauarbeiten mit gemischten Gefühlen

Insgesamt seien in den überwiegend mit Städtebaufördermitteln finanzierten Umbau des Bordesholmer Zentrums rund 20 Millionen Euro geflossen. „Das hat sich gelohnt. Bordesholm ist schöner geworden“, zog der Bürgermeister ein erstes Fazit. Dem Umbau der Bahnhofstraße sieht der Einzelhandel mit gemischten Gefühlen entgegen. „Natürlich wird diese Einkaufsstraße attraktiver werden, doch die Bauarbeiten werden uns Kunden kosten“, ist sich Conny Befeldt sicher. Sie betreibt an der Bahnhofstraße ein Teegeschäft. Es müsse viel intensiver kommuniziert werden, dass die Straße zu jeder Zeit für Fußgänger und Fahrradfahrer passierbar ist und Autofahrer je nach Bauabschnitt ebenfalls zu den Geschäften mit ihrem Pkw kommen können. „Leider glauben viele Kunden, dass mit dem Start der Bauarbeiten, die Straße komplett für alle gesperrt ist“, berichtete sie über Kundengespräche.

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