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„Vögele“ schafft dreieinhalb Meter pro Minute

Deckensanierung auf der L318 von Grevenkrug nach Bordesholm „Vögele“ schafft dreieinhalb Meter pro Minute

Von einer kleinen Weltreise zu sprechen, wäre falsch. Aber mit dem Startschuss der Deckensanierung und der Vollsperrung auf der Landesstraße 318 von Grevenkrug nach Bordesholm haben vierwöchige Behinderungen begonnen.

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3,5 Meter pro Minute schafft der Koloss. Am Dienstag wurde die sechs Zentimeter dicke Binderschicht aufgetragen.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Schnell nach Kiel und zurück – das geht für Verkehrsteilnehmer aus Bordesholm zurzeit nicht. Die Umleitung führt über Reesdorf, Techelsdorf und Flintbek. Ortskundige finden einen Schleichweg zur A215 auch über Sören, Grevenkrug und Blumenthal.

 Zum Baubeginn hat es Beschwerden über die Schilder und Absperrungen gegeben. Am Montag sollen etliche Autofahrer, die von der A215 kamen, in den abgefrästen Bereich gefahren sein, weil die Absperrung erst einige Meter weiter längs begann. Da wurde nachgebessert. Am Dienstag sind viele Autos, von Neumünster kommend, bis zur Baustelle gefahren, weil sie auf die eher kleinen Vollsperrungsschilder nicht geachtet hatten. Auf dem Parkplatz am Auerhahn mussten sie umdrehen. Ein Durchkommen gibt es nicht.

 Dafür sorgt „Vögele“. Das ist die leer 20 Tonnen wiegende Asphaltierungsmaschine, die die 160 Grad heiße Binderschicht auf der kompletten Breite von acht Metern auftrug. „Ohne Mittelnaht, die will heute keiner mehr, weil sie schadenanfällig ist“, so Einbaumeister Hans-Peter Kröger. Langsam schiebt sich der Koloss am Club „Far Out“ in Grevenkrug vorbei. „3,5 Meter pro Minute, wenn genug Material da ist“, sagt Fahrer Bernd Wieske. Unzählige Laster fahren das Material (16 Millimeter Körnung) aus dem Mischwerk in Mühbrook heran. Auf der frischen sechs Zentimeter dicken Schicht verdampft das Wasser der Walzen. Es riecht nach Teer.

 Die Sanierung des 6,2 Kilometer-Abschnitts kostet 2,6 Millionen Euro. Ob die vom Amt Bordesholm geforderte Radweg-Sanierung erfolgt, ist fraglich. Ursprünglich war diese nicht geplant, aufgrund der Proteste aus Bordesholm prüft das Wirtschaftsministerium nun, wie sinnvoll die Maßnahme wäre. fs

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Frank Scheer
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