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Bordesholm

Namensänderung soll weniger „angesaubt“ klingen Bordesholm

Unter dem Namen „Museum auf der Klosterinsel“ firmieren in Bordesholm ab sofort die Heimatstube und der Gewölbekeller. Als „zeitgemäß“ und „Anpassung an die Bedeutung und Funktionalität“ begründete Reinhard Koglin, Vorsitzender des Kultur- und Verschönerungsvereins Bordesholmer Land, die Namensänderung. Die beiden musealen Einrichtungen im Altenpflegeheim Klosterstift am Lindenplatz gehören zum Verein. „Wer von den jüngeren Menschen kennt heute noch den Begriff Stube, der ja auch etwas angestaubt klingt“, ergänzte Ute Kulm, Leiterin der AG Heimatsammlung. Der neue Name sei werbewirksamer.

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Die Heimatstube und der Gewölbekeller firmieren jetzt unter „Museum auf der Klosterinsel“. Reinhard Koglin, Vorsitzender des Kultur- und Verschönerungsverein, und Ute Kulm, Leiterin der AG Heimatsammlung, weisen auf die Veränderung hin.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Die Bordesholmer Heimatstube war 1984 mit einer Ausstellung über Gemeinde und Amt eröffnet worden. Zunächst war sie in der Historischen Post am Lindenplatz beheimatet, bis der Umzug ins Klosterstift erfolgte. Künstler aus der Region können dort ausstellen. Zudem bietet sie immer wieder Veranstaltungen an, bei der wichtige, auch historische Ereignisse oder Naturschönheiten wie zuletzt die Eider in den Fokus gerückt werden. Auch ein Teil der archäologischen Sammlung Ernst Vehlings vom Brautberg an der Landesstraße 49 ist ständig zu sehen. Der Gewölbekeller unter dem Altenpflegeheim existiert seit dem Jahr 2000 als Ausstellungsraum. Dort sind Funde aus den Klostergrabungen auf der Klosterinsel und wechselnde Ausstellungen zu sehen. Rund 3000 Gäste besuchten nach Angaben Koglins beide Einrichtung im vergangenen Jahr.

 Ein Team von 30 ehrenamtlichen Helfern arbeitet im Team mit. Ausstellungen werden vorbereitet, andere Dinge wissenschaftlich untersucht. „Wir würden auch gerne Helfer mittleren Alters dazu gewinnen, das ist aber schwierig. Mit meinen 71 Jahren zählte ich schon zu den Jüngeren“, berichtete Koglin. Montags trifft sich die Gruppe ab 10 Uhr meistens für zwei Stunden.

 Ute Kulm wies außerdem darauf hin, dass Art und Qualität der Ausstellungen in den letzten Jahren schon deutlich professioneller geworden seien. Zudem untersuche man viele Dokumente und Gegenstände wissenschaftlich und arbeite mit der Universität zusammen. Der neue Name sei auch eine „Angleichung an die Realität“. Koglin räumte ein, dass der neue Name „Museum auf der Klosterinsel“ nicht unumstritten gewesen ist. Es war ein Prozess. „Einige wäre gerne bei Heimatstube geblieben. Mittlerweile seien aber auch positive Rückmeldungen zu hören.“

 Bis zum 12. Juli läuft im Museum noch die Ausstellung mit Skulpturen der Kulturpreisträgerin Margret Erichsen-Worch. Im Anschluss ist etwas zum Thema „99 Jahre Lateinschule (1566-1665)“ geplant. Das sei in Anlehnung zum 350. Geburtstag der Christian-Albrechts-Universität Kiel bewusst so gewählt. Viele Bücher aus der früheren Klosterschule bildeten den Grundstock für die Kieler Uni. Somit ist Bordesholm die Geburtsstätte der Hochschule.

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