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Kommen die Windmühlen ins Amt?

Bordesholm Kommen die Windmühlen ins Amt?

Die Region Loop-Schönbek im Amt Bordesholm könnte zu einem Ballungsraum für die regenerative Energie werden. Gas wird in einem Bio-Kraftwerk an der Kreisstraße 71 produziert, ein Solarpark ist entlang der Autobahnen 7 und 215 in Planung.

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Eine bis zu 150 Hektar große Fläche zwischen Loop und Schönbek ist im Vorentwurf für Windmühlen vorgesehen. Die Kreisstraße 71 führt direkt durch das Gebiet. Hier sind die Looper Biogasanlage und zwei der drei Krogasper Windräder zu sehen.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Außerdem: Im vom Land noch nicht beschlossenen Entwurf für Potenzialflächen Windenergie wird ein bis zu 150 Hektar großes Areal ausgewiesen.

„Wir wissen noch nicht viel. Über den Sachstand wollen wir die Bürger aber trotzdem informieren“, sagte Loops Bürgermeister Torsten Teegen. Deshalb hat er das Thema auf die Tagesordnung der Gemeindevertretung am Dienstag, 19. April, ab 19.30 Uhr im Antik-Café gesetzt.

Im Amt Bordesholm sind (Stand April 2016) zwei weitere große Flächen für Windmühlen vorgesehen: zwischen Groß Buchwald und Bissee und zwischen Negenharrie und Groß Buchwald. „Diese waren ursprünglich Anfang 2016 aus dem Entwurf gestrichen oder reduziert worden“, berichtete Amtsdirektor Heinrich Lembrecht. Eine Begründung, warum sie wieder drin sind, hatte er nicht.

Die drei Potenzialflächen im Amt gehören zu 1500 Arealen (3,8 Prozent der Landesfläche), die noch im Rennen sind. Bis zum Sommer will das Land den Anteil auf zwei Prozent reduzieren. Experten räumen Loop-Schönbek, vor allem wegen der geringen Bebauung, ökologischen Gründen und der Nähe zur Autobahn die besten Chancen ein, im Plan zu bleiben.

„Ich will nicht die Pferde wild machen. Noch ist nichts entschieden. Die Bürger sollen aber rechtzeitig Informationen bekommen. Vor allem, weil der Einfluss einer Gemeinde, sollte ein Bereich tatsächlich vorgesehen werden, gering ist“, so Teegen. Und laut Flurfunk sei das Interesse von Investoren bereits da. 2009 hatte die Gemeinde nach einer Bürgerbefragung keine Flächen für Windmühlen beantragt – vor allem auch, weil die drei Krogasper Mühlen in Loop allgegenwärtig sind.

Die Versorgungsbetriebe Bordesholm würden einen Windpark begrüßen. „Allerdings nur einen Bürgerwindpark, sonst bekommt man ein Akzeptanzproblem. Das musste man bei vielen Projekten feststellen“, so Geschäftsführer Frank Günther. Der regionale Versorger stehe als Partner bereit. Dass 2011/12 Bürgerentscheide in Groß Buchwald, Negenharrie und Wattenbek Windparks verhinderten, hatte er immer bedauert.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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