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Stadtpläne führen in die Irre

Bordesholm: Tourismusverein kritisiert veraltete Karten Stadtpläne führen in die Irre

Als „absolut peinlich“ und nicht akzeptabel für den Erholungsort Bordesholm beschreibt Ronald Büssow, stellvertretender Vorsitzender des Tourismusvereins Bordesholmer Land, die drei in Infokästen der Gemeinde hängenden Stadtpläne eines Verlags.

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Die Bordesholmerin Stefanie Teich wundert sich: Viele Dinge stimmen auf dem Ortsplan von 2005 einfach nicht mehr.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Es steht zwar „Herzlich willkommen in Bordesholm“ drüber, aber: „Völlig überaltert und zum Teil stimmen Infos nicht oder Neuerungen fehlen.“ Auf Nachfrage sicherte der Verlag zu, die drei Pläne am Montag auszutauschen.

 Der Stadtplan im Zentrum Bordesholms an der Zuwegung zum Fußgängertunnel ist zehn Jahre alt. Die Einheimischen kennen wohl ihre Gemeinde, aber zu folgendem Fall könnte es kommen: Ein Reisender kommt mit dem Zug am Bahnhof an, geht die 50 Meter zum Infokasten und sucht darauf das Rathaus, weil er sich beim Touristenbüro Material über Sehenswürdigkeiten holen möchte. Der Plan lenkt ihn in Richtung Holstenstraße neben das Huus an’n Markt, wo das Rathaus aber seit 2010 nicht mehr ist. In dem Gebäude ist mittlerweile die Altentagespflege „Dat ole Rathus“ beheimatet – aber vielleicht bekommt der Bordesholm-Gast da per Erzählungen Tipps zu den vielen Sehenswürdigkeiten. Die beiden Pläne an den Ortseinfahrten sind ein Jahr jünger, stammen also von 2006 und beinhalten ebenfalls grundlegende Falschinformationen.

 In den alten Plänen fehlen natürlich die Neuerungen im Zentrum wie das neue Rathaus gegenüber dem Bahnhof, die neuen Straßen drumherum. Aber auch die Standorte der Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule und der Lindengrundschule sind falsch. 2009 haben sie die Gebäude an der Schulstraße und am Langenheisch getauscht. Weitere Punkte: die AWO-Möbelbörse am See hat sich mittlerweile in Rabs-Möbelbörse im Mühlenredder verwandelt. Das Eiszeitmuseum gibt’s an der Kieler Straße schon seit 2009 nicht mehr. Es heißt jetzt Tor zur Urzeit und ist in Brügge an der Dorfstraße zu finden.

 Bürgermeister Helmut Tiede freute die Nachricht, dass die Neuauflage aufgehängt werden soll. Die sei überfällig gewesen. Die Gemeinde arbeitet mit dem Verlag seit 1998 zusammen. Sie gibt die Genehmigung für das Aufstellen. Den Rest übernimmt das Unternehmen in Eigenregie, finanziert wird das Ganze durch Werbeschilder von Firmen. „Warum hat der Tourismusverein sich nicht mit uns in Verbindung gesetzt, dann hätten wir auch darüber informiert, dass die Pläne am Montag ausgetauscht werden“, hieß es seitens des Unternehmens. Ronald Büssow vom Tourismusverein: „Ich habe vor einem halben Jahr die Neuauflage angeregt, wurde aber nur vertröstet.“ Das Ganze sei ziemlich schleppend gewesen.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
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