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Rathausplatz wird nicht grüner

Innenministerium verwies auf bestehende Planung Rathausplatz wird nicht grüner

Der Rathausplatz in Bordesholm bleibt wie er ist. Eine zusätzliche Begrünung, wie sie SPD und Grüne entlang der Mühlenstraße gefordert hatten, wird es vorerst nicht geben.

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Zu kahl oder städtebaulich schön? Die Diskussion über eine Begrünung des Rathausplatzes in Bordesholm ist zu Ende. Es wird vorerst alles so bleiben

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Das Innenministerium in Kiel hat nach einer Prüfung eine Zustimmung versagt, weil eine Begrünung dem von der Kommune im Zuge der Städtebauförderung selbst beschlossenen Rahmenplan widersprechen würde.

 Eine Erweiterung des bestehenden Baumensembles, bestehend aus jeweils vier chinesischen Wildbirnen zu Beginn des Platzes, mit weiteren Bäumen entlang der Mühlenstraße würde eine Raumkante bilden und somit die von der Gemeinde gewollten Sichtachsen stören, heißt es in der Begründung weiter. Sollte die Gemeinde tatsächlich mehr Grün auf dem zentralen Platz zwischen Rathaus, Bahnhof, dem ehemaligen Laborgebäude der Firma Rix Brot (heute Restaurant) und den Firmen Kiel wollen, müsste sie die Rahmenplanung verändern, teilte Sabine Kling vom Innenministerium mit. Sie wies aber deutlich darauf hin, dass die Gemeinde dann eventuell Fördergelder zurückzahlen müsste. Der Rathausplatz selbst hat rund 560000 Euro gekostet.

 Amtsdirektor Heinrich Lembrecht betonte in einem Gespräch mit unserer Zeitung: „Die Begründung ist schlüssig und nachvollziehbar.“ Der Platz sollte als Treffpunkt auch weiter Platzcharakter haben. Man habe ja schon durch die mannshohen Blumenkübel für etwas mehr Grün gesorgt.

 SPD-Fraktionschef Ronald Büssow kann die Begründung fachlich nachvollziehen, hält sie aber dennoch für übertrieben. „Wenn man da zwei, drei oder vier zusätzliche Bäume aufstellt, dann ist das keine Raumkante.“ Die Funktionalität würde nicht gestört werden, der Platz erhielte aber mehr Charme. Und das Ganze hätte vielleicht 3000 bis 4000 Euro gekostet. Einen neuen Vorstoß werde seine Fraktion aber nicht unternehmen. Mit dem Hinweis auf die Rückzahlung von Städtebaumittel sei die Idee tot, sagte er abschließend.

 Joachim Stoll (Grüne) betonte, seine Fraktion werde eine Begrünung dennoch nicht aus dem Auge verlieren. Mit seinem Vorschlag, einen Baum in der Mitte des Platzes zu pflanzen, war er gescheitert. Eine Verlängerung der Baumreihe hält er weiter für eine gute Idee. „Man sollte Frau Kling nochmal darauf ansprechen.“ Dass aus der mal andiskutierten Idee, temporär Pflanzen für eine Testphase aufzustellen, nichts geworden ist, bedauert er. Die Amtsverwaltung sei über den Ausgang sicher „nicht unglücklich“, mutmaßte er. Die Begrünung sei dort auf keine große Gegenliebe gestoßen.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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