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Noch einmal Baumschutzsatzung

Bordesholm Noch einmal Baumschutzsatzung

Beschließt Bordesholm nun doch eine Baumschutzsatzung? Nachdem vor drei Jahren der erste Versuch nach einer hitzigen Debatte gescheitert war, startet das Amt Bordesholm einen neuen Anlauf. Auf einer Einwohnerversammlung am 31. Mai will die Verwaltung ab 19 Uhr im Rathaus ihre Vorstellungen präsentieren.

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Lena Paschko (links), Umwelttechnikerin des Amtes Bordesholm, zeigt eine Baumscheibe mit einem Umfang von 50 Zentimeter. Ab dieser Dicke greift die Kreisverordnung. Das Bundesnaturschutzgesetz erlaubt viel mehr: Maren Jähne präsentiert eine Baumscheibe mit einem Umfang von zwei Metern.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Bis zum 28. Februar 2017 gilt in Bordesholm noch die Kreisverordnung zum Schutz der Bäume. „Der Kreistag hat aber beschlossen, diese alte Satzung aus den 80er-Jahren aufzuheben. Die Untere Naturschutzbehörde hat deshalb angeregt, dass in Bordesholm eine eigene aufgestellt wird“, sagte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht. Wie diese aussehen könnte, ist noch völlig offen. Bei der Bürgerversammlung sollen Meinungen eingeholt werden. Carola Ketelhodt (Grüne), neue Vorsitzende des Umweltausschusses der Gemeinde, die Amts-Umwelttechnikerin Lena Paschko, ihre Schwangerschaftsvertretung Maren Jähne sowie Vertreter des Kreises, wie der Chef der UNB Falk Hurrelmann, stehen den Einwohnern Rede und Antwort.

 Ziel sei es, so Lembrecht, wenn es politisch durchsetzbar sei, eine Satzung bis Ende des Jahres zu beschließen. Sollte die Gemeinde kein eigenes Regelwerk aufstellen, sind Bäume trotzdem nach dem Landes- und Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Bei der Einwohnerversammlung wird Lena Paschko den Gästen auch ganz anschaulich darstellen, was das bedeutet: Sie wird Baumscheiben präsentieren: Eine hat einen Umfang von satten zwei Metern. „Bäume ab dieser Stärke sind nach dem Bundesgesetz geschützt.“

 Die noch geltende Kreisverordnung ist da schärfer. Da ist das Maß aller Dinge ein Umfang von 50 Zentimetern. So richtig vorwagen will sich allerdings jetzt noch niemand, aber Ziel der Amtsverwaltung ist wohl ein Umfang zwischen 50 und 200 Zentimetern, ab dem Anträge vor der Entfernung gestellt werden müssen.

 2013 war der Naturschutzbeauftragte Thomas Kröger mit seinen Vorstellungen für eine Baumschutzsatzung in Bordesholm gescheitert. Er wollte eine einheitliche Regelung für Vorgärten und die Bereiche in Privatgärten hinter den Häusern. Aus seiner Sicht war die Kreisverordnung bereits damals nicht mehr zeitgemäß.

 Sollte Bordesholm eine eigene Satzung beschließen, müsste man auch in anderen Kommunen wie Wattenbek oder Brügge darüber diskutieren. Sonst würde es in einigen Bereichen wie beispielsweise in der Finnenhaussiedlung unterschiedliche Maßstäbe geben. Bereits jetzt gilt auf der Bordesholmer Seite die Kreisverordnung mit 50 Zentimetern, während auf der Wattenbeker Seite die 200 Zentimeter Bundesgesetz angewendet werden. Eine spannende Debatte ist am Dienstagabend gewiss.

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