19 ° / 7 ° heiter

Navigation:
Bis zu 20 Flüchtlinge im Gewerbegebiet?

Asyl-Unterkünfte Bordesholm Bis zu 20 Flüchtlinge im Gewerbegebiet?

In Bordesholm wird die Unterbringung von Flüchtlingen im Ökologischen Gewerbegebiet diskutiert. Eigentlich sind dort nur Gewerbeeinheiten und Betriebsleiterwohnungen erlaubt. Die Gemeinde hat Bauvoranfrage aber schon zugestimmt. Die Unterbringung in drei Einheiten für 15 bis 20 Personen wird auf vier Jahre begrenzt.

Voriger Artikel
Amt mietet Gaststätten für Flüchtlinge
Nächster Artikel
CDU-Chef für Garnisonsmuseum

Werden schon in einigen Monaten Flüchtlinge in neuen Gewerbeimmobilien im Ökologischen Gewerbegebiet in Bordesholm untergebracht?

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Amtsverwaltung, Kommunen, aber auch private Investoren sind in der Region Bordesholm äußerst rege, um neuen Wohnraum zu schaffen – nicht nur, aber auch für Flüchtlinge. Eine neue Idee ist, Asylbewerber übergangsweise in noch zu bauenden kleineren Gewerbeeinheiten im Ökologischen Gewerbegebiet in Bordesholm an der Landesstraße 49 unterzubringen. Damit würde man eine Ausnahme schaffen, denn bislang sind dort nur Betriebsleiterwohnungen erlaubt.

 Bürgermeister Helmut Tiede (CDU) bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung, dass der Bauausschuss Ende Dezember einer Voranfrage für ein solches Projekt zugestimmt habe. Zum Zeitplan konnte er noch nichts sagen. Ein Bauantrag liege auch noch nicht vor, ergänzte er. Es handele sich um drei Einheiten, in denen für eine festgelegte Zeit 15 bis 20 Flüchtlinge untergebracht werden könnten. Im Gespräch sind offenbar maximal vier Jahre. Im Anschluss sollen die Gewerbebauten mit Werkstätten wieder an Firmen vermietet werden. Amtsdirektor Heinrich Lembrecht rechnet fest mit den Wohneinheiten noch in diesem Jahr. In der von ihm vor zwei Wochen vorgelegten Statistik, die für die Region in 2016 insgesamt 20 neue Wohnungen (für 64 bis 101 Menschen) prognostiziert, ist das Wohnprojekt im Gewerbegebiet fest eingeplant.

 Die Unterbringung von Flüchtlingen im Ökologischen Gewerbegebiet sei aber im Bauausschuss nicht unumstritten gewesen, räumte Bürgermeister Helmut Tiede ein: „Aus meiner Sicht ist der Standort nicht ideal. Aber wir brauchen Unterkünfte.“ Da es sich aber nur um eine zeitlich begrenzte Dauer handele, sei eine Mehrheit dafür gewesen. Nach Informationen unserer Zeitung hat der Bauausschuss das Vorhaben eines Unternehmens aus Bordesholm allerdings von geplanten vier auf drei Einheiten reduziert.

 Die Grundidee begrüße auch die SPD, sagte Fraktionschef Ronald Büssow. „Aber das Gebiet liegt weit abgeschieden vom Ort selbst.“ Da aber ohnehin bereits 20 Menschen in dem Gewerbegebiet ihren festen Wohnsitz hätten, habe man zustimmen können. Aus Büssows Sicht sei aber die Verkehrssituation an der Kreuzung Gewerbegebiet/L49/Moorweg ein Unsicherheitsfaktor. Seit Jahren fordert die Gemeinde eine Ampel für den Bereich, passiert ist aber nichts.

 „Da muss jetzt was geschehen, um die gesamte Situation dort zu entschärfen, für die Flüchtlinge, aber auch für die Spaziergänger, die durchs Gewerbegebiets ins Eidertal wandern.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3