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Weniger Geld für Schulverband

Bordesholm Weniger Geld für Schulverband

654000 Euro bekommt Bordesholm vom Land für seine „übergemeindliche Aufgaben“. Den daraus finanzierten freiwilligen Zuschuss für den Schulverband kürzt die Gemeinde in diesem Jahr um gut 40000 Euro.

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Die Gemeinde Bordesholm zahlt ab 2015 nur noch 22,5 Prozent der Zentralitätsmittel vorab an den Schulverband, hier die Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Bei der Gründung des Schulverbands 1975 hatte sich Bordesholm bereiterklärt, einen freiwilligen Zuschuss aus Zentralitätsmitteln (zuletzt 28 Prozent) zu zahlen – sonst wäre es wohl nicht zur Gründung gekommen. Die um diesen Betrag gekürzten Gesamtkosten werden dann erst auf die Mitgliedsorte verteilt. Da von 2011 bis 2015 das Volumen der Zentralitätsmittel von 348000 auf 654000 Euro angestiegen ist, wuchs auch der freiwillige Zuschuss von 97000 auf 140000 Euro an. Dieses Jahr wären sogar 190000 Euro fällig gewesen, wenn Bordesholm nicht, wie berichtet, gekündigt hätte.

 Reesdorf und Mühbrook stimmten der Änderung auch zu. Bürgermeister Bernd Jamrath (Reesdorf) sagte: „Die Gemeinde Bordesholm kann mit den Mitteln das machen, was sie will. Und wir können froh sein, dass sie dies noch so machen.“ Fakt ist aber auch, dass durch die Verringerung des Vorwegabzugs auf 22,5 Prozent (maximal 150000 Euro) die auf die Gemeinden zu verteilende Restlast steigt. Das Abstimmungsergebnis in Bordesholm zeigt aber auch, dass auch die 22,5 Prozent kritisch gesehen werden, die FDP lehnt diese freiwillige Förderung ab. Aus Sicht des Amts stützt die aber den Schulstandort Bordesholm, gerade nach der Einführung der gymnasialen Oberstufe an der Gemeinschaftsschule.

 Und wer profitiert von den Zentralitätsmitteln in diesem Jahr? Neben den 147185 Euro für den Vorwegabzug der Schulverbandskosten werden zum Beispiel die Fahrradstation am Bahnhof (86000 Euro), Kindergärten (110000 Euro), der kommunale Kinder- und Jugendtreff (48100 Euro), der Sportpark am Möhlenkamp (49350 Euro), das Savoy-Kino (46000 Euro), die freiwillige Feuerwehr (30200 Euro), die Bücherei (26150 Euro), die Freibadestelle (17900 Euro) und die Museen auf der Klosterinsel (4250 Euro), aber auch die Weihnachtsbeleuchtung (6000 Euro) oder öffentliche Toiletten (5700 Euro) finanziert.

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Frank Scheer
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